Warum kann man nicht mal fünf Minuten das Fenster offen lassen, ohne das gleich das perverse Summen der Stechmücken an mein Ohr klingt?
5 KommentareKategorie: Ärgerliches
Warum haben Urlauber keine Zeit? Da wird bis auf zwei Meter auf den Vordermann aufgefahren, nur um mich daran zu hindern, die linke Spur zu nutzen.
Dabei wollte ich nicht mal überholen, sondern nur ein wenig Abstand zu einem Pannen – Lkw, der auf dem Standstreifen stand, lassen.
Irgendwie krank das Volk.
5 KommentareUnd wie ich soeben ein Erfrischungstuch benutze, auf dessen Verpackung groß „Erfrischend und belebend“ steht, fällt mir auf, dass meine Hände nach dessen Benutzung schlimmer kleben als vorher.
Blöde Werbung…
Es ist kurz nach sechs, ich freue mich auf meine abendliche Dusche. An der Rasthofkasse zahle ich den durchaus angemessenen Betrag von zwei Euro, bekomme einen Gratisvouche zum passieren der WC – Schranke und betrete die Dusche.
Auf einer Ablage liegen gebrauchte Einwegrasierer, das Waschbecken ist schmutzig, der Boden ebenfalls.
Zaghaft rufe ich nach der Toilettenfrau. Diese kommt daraufhin mit einem Handy am Ohr aus der Männerabteilung, schaut mich kurz an und telefoniert weiter. Brav wie ich bin, warte ich das Ende des Gespräches ab und weise Sie dann auf die Mißstände in der Dusche hin.
Ein kurzer Blick von Ihr, dazu ein paar unverständliche Worte und die Rasierer landeten im Mülleimer. Dann war Sie wieder verschwunden. Nach einem „Hallo“ meinerseits schlürfte Sie wieder heran und sah mich mit müden Augen an.
„Der Boden und das Waschbecken sind noch dreckig„, entgegnete ich. Diese Worte wirkten wie ein Wecker, denn schlagartig war Sie munter. „Egal! Du duschen so! Ich machen Dusche nicht sauber. Seit früh um sieben ich hier. Jetzt machen Schluß„, bellte Sie mich mit giftiger Stimme an.
Das einzige, was mir in diesem Moment einfiel, war: „Die Dusche wird jetzt gewischt, sonst sind Sie demnächst überhaupt nicht mehr hier“!
Eigentlich fand ich meine Reaktion kindisch. Umso erstaunter war ich, dass dieser Satz seine Wirkung nicht verfehlte. Mit Eimer und Wischlappen bewaffnet, wurde der Duschraum gereinigt.
Zum Schluß hielt Sie mir Ihr Namensschild unter die Nase: „Da, mein Name. Jetzt Du Dich beschweren über mich“!
Warum sollte ich? Der Raum war oberflächlich sauber, ich habe einen Beitrag für meinen Blog und Ihr was zu lesen. Passt doch alles…
Vor einigen Wochen berichtete Ralf über seine Schwierigkeiten, bestimmte Kunden zu erreichen. Nein, nicht geistig oder visuell, sondern geografisch.
Er muß Betriebe anfahren, bei denen es kaum möglich ist, zu wenden oder die Einfahrten wurden so konzipiert, dass ohne mehrmaligen Rangierens ein Passieren des Tores nicht möglich ist.
So gibt es Firmen, die eigentlich keine richtigen Firmen sind. Die stellen in einem Schuppen in der letzten Ecke eines Hinterhofes zwei Maschinen auf und erwarten, dass ich mit einem Lkw die bestellte Ware bis zum halbverfallenen Tor bringe. Dann ist man entsetzt, ohne Hebebühne und Hubwagen zu kommen. Man sei unflexibel, heißt es dann.
Das der „Firmenchef“ anschliesend eine Stunde braucht, um mit einem Stapler, den die Russen 1945 als Kriegsbeute beschlagnahmt haben und 1990 von der Treuhandanstalt für eine symbolische Mark gekauft wurde, drei Paletten abzuladen, wird jedoch von diesem als Normalität angesehen.
Oder man baut Rampen, an denen nicht mal ein 7,5 Tonnen – Lkw vernünftig ansetzen kann. Dauert das rangieren etwas länger, kommen sofort dumme Sprüche. Als Standart gilt folgender: „Jetzt stelle Dich nicht so an. Hier haben schon viel größere Lkw entladen!“

Besonders nett finde ich auch Aussenlager. Betriebe mieten sich irgendwo eine Halle, die auch schonmal abseits einer normalen Strasse liegen kann. Beliebt sind dabei Bauernhöfe. Wer kann einem Bauern schon verdenken, einige Euro nebenbei zu verdienen – und sei es nur als Mieteinkunft für eine ansonsten leerstehenden Scheune.
Das die Anfahrt zu diesen Gehöften über enge Strassen verläuft, ist der Normalfall. Dort angekommen, kennt man aber immerhin den Rückweg – es sei denn, ein Wenden ist nicht möglich. Also quält man sich weiter über enge Wege – immer mit der Hoffnung, sich nicht festzufahren.

Da ist man eh schon spät dran und dann steht man auch noch im Stau. In drei Stunden ist Annahmeschluß für meinen festgebuchten Platz auf der RoLa* in Freiburg und noch habe ich knapp 120 Kilometer bis dahin – 45 Minuten Pause muß ich auch noch einrechnen.
*RoLa: Rollende Landstraße
8 KommentareWenn jemand in Italien gegen sechs Uhr am Morgen an die Fahrertür hämmert, kann es zweierlei bedeuten: Überfall oder Polizei. Gut, im schlimmsten Fall auch beides.
Logisch denken kann ich bei dieser Art Weckruf nicht. Das krabbeln aus der Koje und den Vorhang ein wenig zurückziehen, geht automatisch. Eine Gefahr für mich sehe ich in diesem Zustand nicht – eher für den, der mich so brutal weckt.
Das erste was ich heute früh sah, war die Ecke eines Aufliegers, die sich bedrohlich nah meinem linken Aussenspiegel näherte. Das öffnen des Fensters und ein Brüller waren eins. Wie bereits beschrieben – reiner Automatismus.
Ich zwängte mich in meine Hose, zog ein T – Shirt über und stieg mit Badeschlappen an den Füßen aus. Nun brauchte ich einen Moment um zu begreifen, was ich sah.
Gestern Abend parkte ich vorschriftsmäßig auf einem Rasthof bei Verona. Gut, nicht ganz – aber immerhin so, ohne einen zu behindern. Wie es aber des Nachts so ist, wird jede noch so freie Fläche von anderen Fahrern genutzt, um ebenfalls Pause zu machen.
Eben diese Fläche fehlte heute früh einem Tschechen, um loszufahren. Wie lange er schon rangierte, konnte ich nur erahnen, denn auf der Rastanlage ging sprichwörtlich nichts mehr.
Wer Italiener kennt, weiss wie ungeduldig dieses Volk ist. Da wird versucht, jede noch so kleine Lücke zu nutzen, um vorwärts zu kommen. Nur gab es diese nicht, da der Tscheche alles dicht machte.
Natürlich hämmerte er in seiner Not an meine Tür. War ja irgendwie klar. Das ich in solchen Fällen auf stur schalte, konnte er ja nicht wissen.
Mittlerweile war eine Polizeistreife eingetroffen. Auch diese beachtete ich nicht, sondern hämmerte nun meinerseits an die Tür des Lkw, dessen Fahrer meiner Meinung nach im Weg stand. Irgendwie lief das bei dem ähnlich wie bei mir ab: Aus der Koje krabbeln, den Vorhang ein wenig zur Seite schieben und völlig tranig die Realität verkennen.
Nun mischte sich einer der Polizisten ein. „Dokumente, Dokumente„, raunzte er mich an. Ich fauchte zurück: „Was willst Du? Nichtmal zwanzig Jahre alt und macht mich früh um sechs schon dumm an. Sowas mag ich überhaupt nicht„!
Während ich zu meinem Lkw ging, folgte er mir, immer wieder „Dokumente, Dokumente“ rufend. Dabei übertönte er selbst das Hupen der immer ungeduldiger werdenden Autofahrer.
Nun mischte sich sein Kamerad ein. Dieser war weit über fünfzig und sah aus wie Räuber Hotzenblotz. Bei dessen Anblick kam mir kurz der Gedanke, ob das nicht doch vielleicht ein Überfall ist und alle unter einer Decke stecken würden. Na ja, es war früh am Morgen. Da zieht man jede Möglichkeit in Betracht.
Wie dem auch sei: Räuber Hotzenblotz wollte, dass ich wegfahre. Meinen Fingerzeig auf den anderen Lkw und meinen digitalen Tachometer ignorierte er. Der Kerl war noch sturer als ich.
Zumindest einen Ausdruck des Tachographen sollte er mir unterschreiben. Immerhin war ich vom regulären Ende meiner Pause noch drei Stunden entfernt. Damit war er einverstanden.
Während es über mir ratterte und der Ausdruck zu Vorschein kam, sah ich den blau – weißen Alfa mit der Policia – Aufschrift an mir vorbeiziehen. „Elende Mistböcke„, dachte ich. „Jetzt verpissen die sich einfach ohne Unterschrift!“
Den Rasthof verließ ich kurze Teit später. Aus den Augenwinkeln sah ich noch, wie die Vorhänge des anderen Lkw wieder geschlossen waren.
5 KommentareIch finde es ja toll, dass die Redakteure von Focus online so nett sind und Ihren Lesern mitteilen, dass ab kommenden Wochenende Pkw auf vielen Autobahnen freie Fahrt haben.
Zusätzliche Lkw-Fahrverbote während der Sommerferien sollen die deutschen Fernstraßen entlasten.
An allen Samstagen der Monate Juli und August sind Autobahnen und stark befahrene Bundesstraßen zwischen 7 Uhr und 20 Uhr für Nutzfahrzeuge über 7,5 Tonnen tabu.
Was ich jedoch nicht verstehe: Warum lässt man am Ende des Artikels irgendeinen Mitarbeiter der Prüforganisation GTÜ zu Wort kommen? Dieser empfiehlt Reisenden, nach Möglichkeit an einem Wochentag zu fahren:
Trotz der Verbote ist auf den Autobahnen an den Wochenenden mit erheblicher Verkehrsbelastung zu rechnen, vor allem an den Samstagen. Die Prüforganisation GTÜ rät daher, nach Möglichkeit an einem Wochentag zu fahren.
Samstag Fahrverbot obwohl Urlaubern geraten wird, Wochentags zu verreisen? Jetzt bin ich ein wenig verwirrt!
Dabei könnte das doch so einfach sein: Montag bis Samstag gilt ein Fahrverbot für Pkw und Sonntags dürfen dafür keine Lkw fahren. Schöne, gerechte Welt. Aber mich fragt ja keiner.
