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Die Ösis wieder

Wer mit einem Lkw nach oder durch Wien, durch den Osten Niederösterreichs oder durch die Steiermark fährt, braucht seit 1. Januar diesen Jahres eine sogenannte Abgasklassenplakette. Der Grund sind verschärfte Umweltfahrverbote für Lkw und Sattelkraftfahrzeuge.
Betroffene Fahrverbotsgebiete sind derzeit das gesamte Wiener Stadtgebiet sowie der Osten Niederösterreichs und in der Steiermark die Südost-Steiermark und Teile des Murtales. Man braucht die Abgasklassenkennzeichnungsplakette also auch bei Fahrten am Autobahnen- und Schnellstraßennetz südlich und auch nördlich von Wien Richtung Ungarn und Slowakei und in der Umgebung von Graz.

Auch in Tirol (A 12) könnte ab Mitte 2015 für LKW über 7,5 t eine Kennzeichnungspflicht mit Abgasplaketten kommen.

Abgasklassenplakette

Abgasklassenkennzeichnungsplaketten anderer Länder, wie z.B. Deutschlands, werden in Österreich aufgrund der uneinheitlichen Rechtslage in den verschiedenen Staaten nicht anerkannt:

Lkw, die z. B. bereits die deutsche Umweltplakette angebracht haben, brauchen also trotzdem zusätzlich die österreichische Abgasklassenplakette.
Einer der Gründe ist, dass sich die österreichische Abgasklassenplakette auf die Fahrzeugidentifikationsnummer bezieht – sie muss im oberen Bereich der Plakette ersichtlich sein – und nicht, wie z. B. die deutsche Umweltplakette, auf das Zulassungskennzeichen.
Auch alle ausländischen Lkw benötigen also seit 1. 1. 2015 bei Fahrten in oder durch die Fahrverbotsgebiete die österreichische Abgasklassenplakette.

Das sich die Fahrzeughalter selbst um die Zuordnung ihrer Lkw zur richtigen Abgasklasse kümmern müssen, ist selbstredend. Die Plaketten können nicht online oder in Deutschland bezogen werden, sondern müssen in Österreich vor Ort abgeholt werden.

Es besteht jedoch die Möglichkeit, über verschiedene Anbieter (z. B. ÖAMTC, Dekra Austria) die Abgasplaketten vorab per E-Mail unter Angabe der Nachweise über die Schadstoffklasse der jeweiligen Fahrzeuge zu beantragen.
Außerdem können die Plaketten über alle Scania Werkstätten in Österreich bezogen werden. Na immerhin.

10 Tonnen geladen

  1. Hajo
    Hajo 10/01/2015

    .. und wieder einmal schlagen die Nachfahren der mittelalterlichen Raubritter gnadenlos zu!
    Oder ist das schon mal die Warnung, die deutschen Mautpläne ja nicht umzusetzen – ich bin kein Freund der Dobrind-Pläne, aber angesichts dieser „Massnahmen“ ..
    Schönes Wochenende!

  2. Dirk
    Dirk 10/01/2015

    Natürlich ist das nicht schön aber Hajo ich finde es ziemlich daneben Österreicher als „Nachfahren der mittelalterlichen Raubritter“ zu bezeichnen! Wir reden hier über ein freies Land mit seinen eigenen Gesetzen! Und wenn man überall so entspannt fahren könnte wie in Austria, wären wir einen großen Schritt in Europa weiter!
    Und die Massnahme hat nichts mit den deutschen Mautplänen zu schaffen!

  3. Rolf
    Rolf 10/01/2015

    Wir reden über ein freies Land? Aha, aber eines welches wie kaum ein zweites von der EU profitiert. Allein schon deshalb, weil es an der Schnittstelle zwischen West- und Osteuropa liegt. Auch wenn das viele Österreicher nicht wahr haben wollen. Warum also werden schon wieder neue Plaketten eingeführt? Kann man die von anderen Ländern (wie z.B. die deutschen) nicht übernehmen? Oder zumindest respektieren? So ganz unrecht hat Hajo nicht. Es sind vielleicht nicht die direkten Nachfahren der Raubritter, aber Geldschneiderei ist es wohl sicher.

  4. Hajo
    Hajo 11/01/2015

    Wntschuldigung @Dirk, wenn ich Deine Gefühle verletzt habe, aber angesichts der doch recht strikten „Durchsetzung“ der festlegten (und nahezu alternativlosen) „Durchfahrtgebühren“ drängt sich dier Vergleich doch auf, oder?
    Nein, ich habe nichts gegen „die Österreicher“ (m/w), lasse mir jedoch diese – sicherich subjektiven – Meinung nicht nehmen.

  5. Didi
    Didi 11/01/2015

    „Abgasklassenkennzeichnungsplaketten anderer Länder, wie z.B. Deutschlands, werden in Österreich aufgrund der uneinheitlichen Rechtslage in den verschiedenen Staaten nicht anerkannt“

    Warum hat mich das jetzt nicht gewundert?

  6. Dirk
    Dirk 11/01/2015

    Die Republik Austria ist natürlich ein freies Land! Wer etwas anderes behauptet soll sich mal mit dem Thema näher beschäftigen! Aber ist ja viel einfacher irgendwelche Dinge zu schreiben die man sich aus den Fingern saugt. Hauptsache schöne Polemik betreiben.
    Und es wird niemand gezwungen durch Österrreich zu fahren oder?

  7. Jürgen
    Jürgen 12/01/2015

    Oh, jetzt bin ich aber erstaunt. Dass die Mitgliedsländer eine Sache, die eigentlich einheitlich geregelt ist, über unterschiedlich aussehende Plaketten zur Beschränkung der Erbringung von Dienstleistungen nutzen, obwohl EU-weit einheitliche Grenzwerte eingehalten werden, ist schon ein starkes Stück. Hat sich Hr. Dobrindt schon gemeldet oder Fr. Violeta Bulc, die EU-Kommissarin für Verkehr? Die Österreicher haben wirklich ein Talent, Gelder einzunehmen.
    Und ja, man kann durchaus offen sagen, dass Österreich mit zu den Profiteuren der EU zählt. Allein was seit Jahren an Fördermitteln in die Alpenwirtschaft hineingehen.

  8. Jürgen
    Jürgen 12/01/2015

    Oh, jetzt bin ich aber erstaunt. Dass die Mitgliedsländer eine Sache, die eigentlich einheitlich geregelt ist, über unterschiedlich aussehende Plaketten zur Beschränkung der Erbringung von Dienstleistungen nutzen, obwohl EU-weit einheitliche Grenzwerte eingehalten werden, ist schon ein starkes Stück. Hat sich Hr. Dobrindt schon gemeldet oder Fr. Violeta Bulc, die EU-Kommissarin für Verkehr? Die Österreicher haben wirklich ein Talent, Gelder einzunehmen.
    Und ja, man kann durchaus offen sagen, dass Österreich mit zu den Profiteuren der EU zählt. Allein was seit Jahren an Fördermitteln in die Alpenwirtschaft hineingehen.

  9. Felix
    Felix 13/01/2015

    Anstatt hier gegen die „Ösis“ Stimmung zu machen, solltest Du Dir als Verfasser des Artikels mal Gedanken machen, wer mit dem Umweltplaketten-Wahn angefangen – das waren die „Piefkes“ äh Deutschen und wenn die deutschen Umweltplaketten nach Schadstoffklasse unterteilt wären, würden sie von den Ösis auch anerkannt werden können – jedoch sieht die deutsche Regelung nur maximal die grüne Vignette vor, in der mehrere Schadstoffklassen zusammengefasst sind… damit ist es auch nebensächlich, dass die öst. Plakette FIN-bezogen ist und nicht Kennz.-bezogen…

    @Jürgen: das Talent der Österreicher Fördermittel einzunehmen existiert ausschließlich in Deiner polarisierenden Fantasie: Österreich ist wie Deutschland Nettozahler – siehe auch: https://www.europarl.europa.eu/brussels/website/media/modul_07/Zusatzthemen/Pdf/Nettozahler.pdf

  10. Hajo
    Hajo 14/01/2015

    Dirk: „Und es wird niemand gezwungen durch Österrreich zu fahren oder?“
    hast Du eine realisierbare Alternative?

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