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Die Artenvielfalt von Kontrollen

20 May 2012

Es gibt Kontrollen, bei denen reagiert ein Beamter irritiert, es gibt Kontrollen, bei denen reagiert er allergisch und es gibt Kontrollen, da wird der Mann (oder die Frau) gleich hysterisch.

Irritiert dann, wenn eigentlich alles passt. Lenk- und Ruhezeiten stimmen so einigermaßen, der Lastzug ist leer. Ladungssicherung ist also kein Thema.
Viele glauben halt, dass es kaum ein Fahrer schafft, die gesetzlich vorgeschriebenen Lenk- und Ruhezeiten immer korrekt einzuhalten.

Allergisch wird der Kontrollierende, wenn er Unregelmäßigkeiten feststellt und der Fahrer diese versucht zu erklären. In den Augen von vielen Beamten bewegen sich Lkw – Lenker immer am Rand der Legalität und das lassen das einem auch spüren.
Dabei will jeder Fahrer sein Geld nur auf eine vernünftige und anständige Art verdienen. Viele Kontrollen sorgen aber dafür, dass man immer weiter in die Kriminalität hinein gedrängt wird.

Es gibt immer mehr Verbote, die bei Missachtung mit hohen Geldstrafen und Punkten in Flensburg geahndet werden. Ist irgendwann das Limit erreicht, wird die Fahrerlaubnis entzogen. Die private oder familiäre Situation spielt dabei keine Rolle.
Schnell ist man dann am Rand des persönlichen Ruins angekommen.

Dazu kommt die Osterweiterung der EU und die damit verbundenen sinkenden Frachtpreise. Viele Spediteure verlangen von Ihren Fahrern, noch mehr zu arbeiten. Vielleicht auch irgendwo verständlich. Die Firmen müssen überleben, damit auch der Kutscher am Monatsende seinen Lohn bekommt.

Hysterie tritt dann zum Vorschein, wenn der Brummifahrer es wagt, zu widersprechen. Das passiert häufig bei der Art und Weise von Ladungssicherung. Die Vorstellungen zwischen beiden Parteien liegen oftmals weit auseinander.
Der Fahrer zieht dabei aber immer den kürzeren. Gegen mathematische Formeln und theoretischen Wissen kommt halt keiner an.

Bitte nicht falsch verstehen: Ich habe nichts gegen Ladungssicherung. Im Gegenteil. Nur wird es oftmals übertrieben. Wenn ich Meldungen lese, dass ein Lkw mit einer Ladung Spanplatten seine Fahrt erst dann fortsetzen darf, wenn fünfzig oder sechzig Gurte angelegt wurden, zweifel ich an der logischen Denkweise dieses Systems.

14 Tonnen geladen zu “Die Artenvielfalt von Kontrollen”

  1. 1
    Tony Mach meint:

    Das Problem ist das die Polizisten es als ihre Aufgabe sehen etwas zu finden. Nicht nur im Strassenverkehr, für die ist doch das Gegenüber (wenn nicht gerade Opfer einer Straftat) doch ein potentieller Straftäter, und im Zweifel ein Straftäter dem man halt gerade nix nachweisen kann. Bullen sind schon arme Schweine, trotzdem hält sich mein Mitleid in Grenzen.

    Zum Thema Ladungssicherung hat mir mal ein Kollege eine Geschichte erzählt. Der hat mal früher bei einem Hersteller von Hebebühnen gearbeitet. Beim Ausliefern haben die jeweils zwei Hebebühnen aufeinandergeladen (und entsprechend gesichert). Als Sicherungsmaterial haben die das genommen was der LKW-Fahrer dabei hatte – klar, die haben auch nix zu verschenken. Doch einmal kam einer an, der sollte vier Bühnen abholen. Also aufgeladen, vorne zwei aufeinander gestapelt, dahinter nochmal zwei gestapelt. Doch die Ladung sichern wollte der Fahrer nicht, er hätte eh nix dabei, das sei doch eh Unsinn und die stünden schon stabil. Naja, bei der Ausfahrt aus dem Firmengelände und einbiegen auf die Strasse sind die dann alle gleich umgekippt – und alle vier Schrott … Die Versicherung der Spedition hat zwar bezahlt, aber der Kunde steht ja erstmal ohne Ware da (und das wissen das man auch hätte jemanden mit sowas töten können ist auch nicht ohne). Danach haben die sich in der Firma auf Geheiss des Chefs einen Vorrat an (zwar günstigen aber hinreichend guten) Spanngurten zugelegt, und die Ware verliess das Gelände nur noch gesichert, entweder mit Material des Fahrers, oder er musste Spanngurte kaufen.

  2. 2
    Ralf meint:

    Gegen mathematische Formeln und theoretischen Wissen kommt halt keiner an.
    Die brauchen keine Formeln, die kennen die eh nicht. Denen reicht es aus vor den Richter/die Richterin zu treten und zu behaupten die Ladung sei nicht ausreichend gesichert gewesen. Da wird nicht einmal ansatzweise nachgefragt ob die Polizisten vielleicht dumm wie Backstein sind. Das ist mein persönliches Erlebnis, hat mich 1 Punkt, 50 Euro Bußgeld und gut 900 Euro Verfahrenskosten (170 Euro musste ich selbst bezahlen) gekostet.
    Auch den Drang den Kontrollierten erst einmal massiv zu kriminalisieren kann ich aus mehreren (!) eigenen Erfahrungen bestätigen. Am liebsten ist mir da ja noch der Verdacht der Überladung bei angehobener Liftachse.

    Wie soll man die Fraggles ernst nehmen und respektieren wenn die sich bei jeden Handgriff vollkommen entblöden? Vielleicht sollten sich die Polizisten auch mal fragen ob ihr Verhalten sinnvoll und förderlich ist. Aber den meisten Polizisten scheint es genauso egal zu sein wie vielen LKW-Fahrern LaSi und LuR. Auf beiden Seiten haben sehr viele aufgrund der miserablen Bedingungen resigniert und innerlich gekündigt.

  3. 3
    Daniela meint:

    “Gegen mathematische Formeln und theoretischen Wissen kommt halt keiner an.”

    Doch….ICH! :-))
    Spass beiseite. Bei so einer Aktion habe ich immer mein kleines Büchlein dabei ” Ladungssicherung. Richtig. Wichtig.” Ganz offen habe ich es vorne auf de Ablage liegen. Und wenn die kontrollierenden Beamten dann mit ihrem Gerechne kommen, halte ich mit meinem dagegen. Meistens ist dann recht schnell geklärt, dass ich “Recht” habe und ich kann weiterfahren.
    Allerdings ist es auch oft genug vorgekommen, dass die Beamten von nichts eine Ahnung hatten. Da finde ich es erschreckend, dass solche LKW anhalten dürfen/müssen um die LaSi zu kontrollieren.
    Wenn ich nun daran denke, dass wir Kraftfahrer alle 5 Jahre unter anderem das Modul “Ladungssicherung” über uns ergehen lassen müssen, und das größtenteils NUR in der Theorie, die Beamten dies aber nicht machen, macht es mich persönlich sehr wütend. Zumal von 5 Beamten, die die LaSi kontrollieren mal mindestens 4 ein anderes Verständnis von Richtig haben! Und das kann es in meinen Augen nicht sein; das DARF nicht sein!

  4. 4
    Olti meint:

    Ich wurde kürzlich mit einem landwirtschaftlichen Zug, dessen Zugmaschine und Anhänger jeweils etwa 9 Tonnen wogen, also Gesamtggewicht knapp 18 Tonnen, auf einer 9-Tonnen-Straße (Zeichen 262) von einem Dorfpolizisten angehalten und über die Waage geschickt. Darauf wollte der Gute doch tatsächlich eine Sondergenehmigung von mir sehen, weil ich ja um das Doppelte zu schwer sei.
    Ich sehe ja noch ein, dass die Damen und Herren von der Polizei in der Ausübung ihres Berufs keine Rücksicht auf die wirtschaftlichen Zwänge nehmen können, denen Unternehmer und Arbeitnehmer ausserhalb des steuerverbrauchenden Sektors unterliegen, aber bisher hatte ich gehofft, das auch Dorfpolizisten gelegentlich wenigstens ihr Fahrschulwissen wieder aufpolieren.
    Unter solchen Umständen kaufe ich euch mangelnde Kenntnisse zu Details der Ladungssicherung bei Autobahnpolizisten auf Anhieb ab.

  5. 5
    muetze meint:

    mir gings letztens in der Kontrolle (welche an meinem Purzeltag war) auch so. Wir waren auf dem Weg zum einkaufen dann standen da zwei so Motorradbeamte direkt an einer Brücke wo die rechte Fahrspur links vom Pfeiler verläuft und rechts vom Pfeiler so eine Art Ausweichbucht ist. Der Eine Beamte stand so halb auf der Strasse und für mich schaute es so aus als ob er mich weiterwinkt, daher musste ich dann recht stark bremsen. Wo er dann meinen deutschen Führerschein sieht (wohne in Frankreich) meinte er so ja wenn ich hier in Frankreich wohne und arbeite müsste ich meinen F-Schein ändern lassen. Hab ihm so gesagt das es nicht stimmt und ich den Schein erst ändern lassen muss wenn ich Punkte bekommen würde. Seine Antwort: Er wäre ja hier der Polizist und er würde den Code de la Route (also die Strassenverkehrsordnung und so) ja besser kennen als ich und wenn er was sagt hat das dann schon seine Richtigkeit…

  6. 6
    Chris meint:

    Erschreckend! Und damit meine ich fast alle Kommentare hier! Da wird ein ganzer Berufsstand auf übelste beleidigt und eine fachliche Qualifikation gänzlich abgesprochen! Da waren wohl alle in einer Kontrolle der Hauptkommissare Bode und Senkel aus Münster. Da würde ich dem ja noch zustimmen…
    Es gibt Polizisten die richtig Ahnung haben und diese Ahnung auch gerne teilen. So hat mir der Betreiber dieser HP http://www.lasi.biz/ früher viele nützliche Tipps geben können.
    Ich möchte euch mal sehen wenn Polizisten öffentlich (Maiks´s Blog ist für jeden lesbar!) so über uns Kutscher reden/schreiben würden.

  7. 7
    Leo meint:

    Hallo Chris, du fällst genau in das andere Extrem. Für dich werden in den Kommentaren alle Polizisten beleidigt. Dabei werden aber nur Beispiele genannt, die auch noch nachvollziehbar sind. Das es auch Polizisten gibt die etwas von ihren Fach verstehen, bestreitet doch sicherlich niemand. Sehe ich mit Achtung Kontrolle an, wird auch nicht immer zimperlich umgegangen. Und so manche Kontrolle spiegelt das hier geschriebene schon durchaus wieder.

  8. 8
    Matthias K meint:

    @Chris
    Dass man nicht alle über einen Kamm scheren sollte, ist schon richtig. Aber wenn so viele LKW-Fahrer negative Erlebnisse bei Kontrollen hatten, dann stimmt mich das schon etwas nachdenklich…

  9. 9
    Ralf meint:

    @Chris: Wenn sie es dürften, würden sie es tun. Und sie würden auch nur Negativbeispiele aufzählen und alle über einen Kamm scheren. Es sind auch nur Menschen.

  10. 10
    SpaceFalcon meint:

    Scheinbar bilde ich auch hier mal wieder eine goldene Ausnahme…

    Bislang habe ich in noch keiner Kontrolle wirklich nennenswerte Probleme bekommen.

    Nur einmal, und das war meine eigene Faulheit !, hatte ich Probleme, was mit 1 Punkt und 40 Euro geahndet wurde!

  11. 11
    Chris meint:

    Ich wiederhole mich…Immer noch erschreckend was man so lesen kann. So wird das nie etwas mit dem Verständnis und der Partnerschaft auf der Strasse. Da schäme ich mich fast Kutscher zu sein.

  12. 12
    Achim meint:

    Bedeutet dieses um Verständnis und Partnerschaft buhlen, das man keine Kritik mehr üben darf sondern alles hinnehmen muss?

  13. 13
    Ralf meint:

    @Chris: Ich bin sowohl PKW- als auch Autofahrer. Mit dem PKW habe ich bisher in Kontrollen noch keine schlechten Erfahrungen machen müssen.
    Warum muss ich mich als LKW-Fahrer also pauschal kriminalisieren lassen? Warum werden mir Dinge vorgeworfen (Überladung bei angehobener Liftachse) die mehr als an den Haaren herbeigezogen sind.
    Warm steht die Polizei nicht mal Samstag vor einen Baumarkt oder vorm Ikea und macht eine Schwerpunktkontrolle Ladugssicherung?

    Die Unterschiede bei LKW- und PKW-Kontrollen sind da. Das ist ein Fakt den man nicht mit Werbung um Verständnis wegreden kann.

  14. 14
    Chris meint:

    @Achim,
    Kritik ja aber doch nicht wie hier zu lesen ist! Gegen sachliche Kritik hat keiner etwas, Pauschalverurteilungen helfen keinem im Gegenteil!

    @Ralf,
    ich weiß was Du meinst. Ich habe auch so eine “tolle” Kontrolle (Schwerlastfreaks Münster, HK Bode und HK Senkel) erleben dürfen. Auch mit dem PKW habe ich schon “Experten” erlebt (Polizei Stuhr). Aber wegen einem oder zweien sind doch nicht alle schlecht!
    Du wirst lachen, es gibt durchaus solche Kontrollen. Gerade hier in Bremen sehr beliebt und immer wieder “lustig”!

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