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Kategorie: Parkplatznot

Auf der verbotenen Spur

Gestern war in Frankreich ein Feiertag. Betrifft mich eigentlich nicht, denn dieses Land ist ja nie mein Ziel. Also betreffen nicht direkt, sondern nur indirekt. Und zwar so, dass die A5 runter ab Karlsruhe jeder Parkplatz und jede Raststätte schon am frühen Nachmittag rappelvoll war.
Feiertagsfahrverbot, muss man im Nachbarland stehen bleiben.

Selbst auf dem Rasthof Bad Bellingen, also schon kurz vor Basel, war am Abend um halb sechs nur noch ein Stellplatz auf der Schwerlastspur frei. Das wohl auch nur, weil kurz vorher ein anderer weiter gefahren ist.
Hat gepasst, da stellte ich mich drauf.

Heute früh gegen halb vier klopfte jemand an die Tür. Immerhin gemäßigt und nicht kräftig und fordernd. Hatte ich ja auch schon.
Noch im Halbschlaf wusste ich, wieso ich geweckt wurde. Solch eine Spur ist eben für Schwertransporter gedacht und nicht für Leute wie mich, die am Tag vorher keinen Standplatz gefunden haben. Da gibt es auch gar nix zu diskutieren.

In Unterhose öffnete ich die Beifahrertür, rief dem Begleitfahrer zu, dass ich in drei Minuten weg bin. Der war zufrieden und ich glaube auch froh, dass es ohne Diskussionen abging. Die hatte ein Kollege von ihm eh schon weiter hinten.

Für mich war nur wichtig, genügend Pause auf der Karte zu haben. Waren zehn Stunden, hat gepasst.

Die restlichen zweieinhalb Stunden der Nacht verbrachte ich einige Kilometer weiter im Lkw-Stau vor der Schweizer Grenze. Über die linke Spur ging es dann nach Weil am Rhein, mein T2 Transitpapier erstellen lassen und anschließend Richtung Zoll. Im Transit hat man eine relativ freie Fahrt und wenig Wartezeit. Immerhin ein Vorteil, wenn man nach Italien fährt.

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Die ruhigste Zeit des Jahres

Montagabend, kurz nach elf. Ich stehe auf der italienischen Seite des Brenner und der Parkplatz ist noch halb leer. Was ist hier los? Normalerweise ist der Platz seit Stunden überfüllt. Hmm…

Viel Platz am Brenner

…aber alles normal. In Italien hat die ruhigste Woche des Jahres begonnen. Das Land ist im Urlaubsmodus, die meisten Firmen haben geschlossen. Also Betriebsferien. Ich glaube, nicht mal „zwischen den Jahren“ ist so wenig los.

Ein Vorteil für mich, dass wenig Verkehr ist. Komme also gut vorwärts. Vor allem auch streßfreier. Habe vier Abladestellen – und große Hoffnung, dass die Betriebe die ich beliefern muss, geöffnet haben. Zumindest mit einer Notbesetzung. Ich also das Zeug vom Auflieger gut runter bekomme.
Ansonsten werden die Paletten bei einer Spedition zwischen gelagert. Kostet aber wieder Zeit, wäre also blöd. Zumal am Donnerstag Feiertag ist. Da will ich schon wieder in Deutschland sein.

Aber wird schon alles funktionieren. Hat es ja bisher jedes Jahr. Zumindest einigermaßen.

Ach ja. Und die Standheizung läuft. Kühl hier oben.

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Links und rechts der (Daten-) autobahn

Ein Lkw mit rechtsextremen Symbolen? Ist ein wenig übertrieben. Es geht um eine Reichsfahne auf dem Beifahrersitz, einem Aufkleber mit dem altdeutschen Schriftzug „Führerhaus“ und ein Schild mit dem Namen „Adolf H.“.

Tja nun. Der Fahrer heißt bestimmt Adolf Häßlich. Und die Fahne hat er von seinem Opa mal zur Jugendweihe bekommen. Da seine Frau Eva den Lappen nicht auf der heimischen Couch haben will, ist der halt im Führerhaus gelandet. Zack, Story aufgeklärt.
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Die Gemeinde Grafschaft in Rheinland-Pfalz verweigert parkenden Lkw-Fahrern ein Mindestmaß an Lebensqualität. Dabei ist es eigentlich ganz einfach: Wenn die Gemeinde keine Lkw will, muss sie halt das Gewerbegebiet schließen.
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In den kommenden vier Jahren will der Bund pro Jahr 100 Millionen Euro in den Ausbau von Lkw-Parkplätzen investieren. Also insgesamt 400 Millionen Euro.
Da kommt viel Arbeit auf bestehende und neu gegründete Bürgerinitiativen zu. Denn Park- und Rasthöfe will ja keiner vor seiner Haustür. Selbst wenn die fünf Kilometer entfernt ist.
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Durch die Tiroler Blockabfertigung bei Kufstein sieht der Bundesverband der deutschen Industrie die Versorgungssicherheit gefährdet. Tja nun, was interessiert mich die Versorgungssicherheit?
Klar, zum einen kann ich die Anwohner verstehen. Keiner hat Bock auf eine Verkehrslawine sprichwörtlich vor seiner Haustür. Auf der anderen Seite verliere ich durch diesen Humbug zig Stunden, die mir fehlen. Vielleicht nicht an dem Tag, in dem ich im Stau stehe. Aber am nächsten oder übernächsten oder überübernächsten Tag. Denn was der Platter oder die Felipe da in Innsbruck treiben, sind Machtspielchen mit München, Berlin und Brüssel – und die Spielfiguren sind Fahrer wie ich, deren Weiterfahrt um Stunden verzögert wird.
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Die Grünen fordern den Aus- und Neubau von Park- und Rastanlagen? Wie schnell sich die Zeiten manchmal ändern.
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Das Bundesamt für Güterverkehr (BAG) hat wohl mehr als 100 Kontroll-Fahrzeuge vom Typ Mercedes Vito bestellt. Das findet der FDP-Bundestagsabgeordnete und Verkehrspolitiker Christian Jung etwas seltsam. Denn seiner Meinung nach, sollten diese zur Überprüfung der Infrastrukturabgabe (ISA-Kontrollen), dienen.
Vielleicht sollen aber auch nur die bisherigen VW-Bullies ausgetauscht werden. Denn wäre das Bundesamt überhaupt für die Kontrolle der Pkw-Maut zuständig? Oder es werden demnächst so einige Stellen neu zu besetzen sein.
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Der letzte Platz

Wir Kapitäne der Landstraße sind hart im nehmen. Selbst ein stinkender Müllcontainer im Sommer lässt uns nicht verzweifeln.
Aber was bleibt einem auch sonst übrig. Sind die besten Plätze belegt, muss man die nehmen, die übrig sind. Auch wenn es müffelt, wie auf einer Müllhalde. 

Geruchvolle Pause
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Notlösung

Ging gestern Abend nicht anders. Ehrlich. Rasthof war voll, also zumindest so, wie ich das überblicken konnte. So blieb nur der Streifen, der für ganz lange und ganz breite Laster vorgesehen ist.

Wäre so einer mitten in der Nacht gekommen, hätte ich den Platz geräumt. Ohne zu murren. Und das schreibe ich jetzt nicht nur so. Aber es kam keiner. Von daher, alles gut.

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Ein Angebot

Sollte jemand von Euch mal eine längere Reise planen und sich der zeitlichen Abläufe nicht ganz im klaren sein, oder auch nur ein bissel unschlüssig, fragt mich. Ich helfe da ganz uneigennützig weiter. Denn meine eigene Planung für die bisherige Woche ging sowas von auf.
Trotz Staus und viel Verkehr auf den Straßen stehe ich heute Abend in Österreich. Dem morgigen Feiertag in Italien habe ich also quasi ein Schnäppchen geschlagen.

Einziger Wermutstropfen ist mein nächtlicher Standplatz. Das ist der Kontrollstreifen hinter der Mautstation in Schönberg an der Brennerautobahn. Fünf oder sechs Prozent Gefälle mit einer leichten Neigung nach links. Ich werde also gleich etwas unsymetrisch pennen.

Notschlafplatz

Ging aber nicht anders, denn schon seit dem etwas vorgerückten Abend waren alle Parkplätze diesseits vom Brenner belegt. Ich weiß nicht mal, ob man hier parken darf. Aber bisher hat mich noch kein uniformierter Kamerad weg gejagt. Also gehe ich mal davon aus, dass die mich auch den Rest der Nacht in Ruhe lassen.

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Kann man so machen, ist aber Gülle

Manches braucht nicht mehr erklärt zu werden. Die allabendliche Parkplatznot für Lkw gehört dazu. Mittlerweile ist es schon so, dass ab sieben, halb acht am Abend reguläre Plätze kaum noch zu finden sind.
Umso ärgerlicher, wenn Stellflächen dann so verschwendet werden:

So kann man auch parken

Klar bin ich kurz ausgestiegen, um zu fragen, ob die nicht hintereinander parken können. Hätte ich mir aber sparen können:

Hallo. Könnt Ihr Euch nicht hintereinander stellen?“

„Ich nix deutsch sprechen. Du fragen anderen Kollegen.“

Den habe ich aber nicht gefragt. Hätte eh die gleiche Antwort bekommen.

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Vorsicht beim abbiegen auf neuen intelligenten Straßen

Vor sechs Wochen stellte ich hier im Blog ein Video ein, welches den bisher einzig befahrbaren Abschnitt der A 44 zwischen Kassel und Eisenach zeigt.

Die „HNA“ zeigt jetzt mit Videoaufnahmen aus der Luft, wie die neue A 44 einmal komplett verlaufen soll. Interessant dabei, dass der Streckenverlauf zwischen Kassel und Helsa bisher nicht mal klar ist und wo die neue A 44 an die A7 angeschlossen wird.
Ob ich zu Lebzeiten dieses Stück Autobahn mal komplett befahren kann? Ich denke nicht.

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Sven beklagt in einem Blogbeitrag, dass rechts abbiegende Pkw/Lkw und geradeauslaufende/fahrende Fußgänger*innen/Radfahrer*innen gleichzeitig grünes Licht an einer Ampel haben und macht den Vorschlag, dieses doch zu trennen. Also wenn Rechtsabbieger*innen grün haben, sollte die Ampel für querende Füßgänger*innen oder Radfahrer*innen rot anzeigen. Oder eben umgekehrt.

Also getrennte Ampelphasen. Fände ich gut. Rede ja schon lange davon. Das Argument, dass dadurch der Verkehrsfluß gestört wird, kann ich nicht wirklich nachvollziehen. Und dazu sollten an besonders gefährlichen Einmündungen Absperrgitter installiert werden, durch die Fußgänger/Radfahrer „gezwungen“ werden, die Straße zehn Meter weiter hinten zu überqueren, um besser gesehen zu werden.

Das sind Dinge, die sicher relativ schnell durchgeführt werden könnten. Denn bis jeder Lkw mit einem Abbiegeassistent ausgestattet ist, gehen noch viele Jahre ins Land. Und Laster ohne diesen Assistenten die Durchfahrt durch Städte und Gemeinden zu verbieten, dürfte eh nicht durchsetzbar sein.

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Viele Unternehmen in Großbritanien horten Produktionsteile und sogar Lebensmittel in riesigen Lagerhallen. Grund ist die Nervosität vor dem geplanten Austritt aus der EU.

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In Finnland wollen Unternehmen und Kommunen die intelligenteste Straße der Welt bauen. Die Strecke soll 31 Kilometer lang sein und die Städte Siuntio und Karjaa verbinden.

An dieser Strecke werden insegesamt 620 Lichtmasten gebaut, die mit
Basisstationen und Antennen ausgestattet werden, die zusammen ein 5G-Netzwerk bilden.
Wenn das Projekt grünes Licht erhält, ermöglicht diese digitalisierte Straße die Erprobung von selbstfahrenden Autos durch die in den Lichtmasten installierte Cellular Vehicle-to-Everything-Plattform (C-V2X).
Diese Technologie hält automatisierte Fahrzeuge über die Verkehrsströme und Fahrbedingungen der Straße auf dem Laufenden, während ihr Kommunikationssystem und ihre Sensoren mit anderen Fahrzeugen und Infrastrukturen verbunden werden können, um einen sichere Fahrt auf der Straße zu gewährleisten.

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Parkplätze ja – aber bitte nicht hier. Immer wieder gibt es Probleme beim Aus- und Neubau von Parkplätzen. Aber das ist nicht neu. Schon vor zehn Jahren wehrten sich Bürger angrenzender Gemeinden gegen den Bau von Stellflächen in ihrer Nachbarschaft.

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