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Elmshorner Geschichten

Gelesen bei „EN – Online„:

„Wenn die Lkw hier durchfahren klappern die Teller und Tassen“, beklagt sich der Anwohner Christian Stölting, „Manchmal sind wir auch nachts aufgewacht, weil dann noch einer kam.

Och je. Wenn bei mir des nachts Pkw oder Lkw vorbeifahren, klappert es nicht nur, sondern da wackelt die ganze Hütte – und das an fünf oder sechs Nächten pro Woche.
Ich will jetzt nicht in Abrede stellen, dass es wirklich Menschen gibt, die unter Lärm, Dreck und Abgasen leiden, in diesem Fall ist es aber wieder einmal nur purer Populismus.

Ein in dieser Strasse ansäßiger Spediteur, dessen Lkw hauptsachlich für die „Probleme“ zuständig sind, äussert sich auch:

Normalerweise fänden auch keine Nachtfahrten statt, es würde sich um „Ausnahmefälle“ handeln, wenn dann doch mal einer käme. Regulär sei sein Betrieb spätestens um 19 Uhr vorbei. Pro Tag gebe es im Regelfall höchstens zwölf Fahrten.

Das wäre also (da es ja kaum Nachtfahrten gibt) im Schnitt ein Lkw pro Stunde, der durch diese Strasse donnert. Wow, was für eine Belästigung.

Überflüßig dabei zu erwähnen, dass es sich um ein „Mischgebiet“ handelt, d.h. hier befinden sich sowohl Gewerbebetriebe als auch Wohnhäuser.
Hmm, da stellt sich mir die nächste Frage: Was wurdet dort zuerst angesiedelt…?

6 comments

  1. hajo
    hajo 12/02/2009

    genau, Maik, was war zuerst da?

    Sicherlich ist es mehr als unangenehm, wenn jemand seinen Lebensmittelpunkt mit Kraft, Geld und Herzblut aufgebaut hat und dann setzt ihm „die Politik“ eine Rennstrecke vor die Nase. Würde Dich doch auch auf die Palme bringen, oder? Somit ist ein solcher Fall nichts für Häme ,-(

    Anders ist es mit den lieben Zeitgenossen, die sich in unmittelbarer Nähe von Autobahn, Bahnstrecke oder Flugplatz niederlassen und sich dann über Lärm beschweren!

    Gleiches gilt übrigens für Menschen, die ihr Domizil in der Nähe eines Weihers aufschlagen und die sich dann über den Lärm quakender Frösche beschweren.

    Aber in Deinem Bericht geht es wohl um Menschen, die ich zuerst beschrieben habe
    .. und die sollte man nicht auch noch verspotten!

    Gruss
    Hajo

  2. Olli
    Olli 12/02/2009

    Ich lese nicht,das hier jemand verspottet wird. Zur selben Rechnung komme ich auch,nämlich das gerade mal 1 Lkw pro Stunde durch diese Strasse fährt.
    Wenn ich mir diesen Zeitungsartikel durchlese,denke ich auch,das dieses Industriegebiet am Ende der Strasse zuerst da war.Muß ich dann als Häuslebauer nicht damit rechnen,das auch Lkw diese Strasse befahren? Und zur rennsrecke.Da steht,das diese Strasse von Schlaglöchern übersät ist.Also eine Rennstrecke sieht anders aus.

  3. hajo
    hajo 12/02/2009

    Olli, ich entnehme dém Artikel, dass dieser (statistisch) eine LKW von dem einen Spediteur, der seinen Betrieb an dieser Strasse hat, kommt, aber die welt besteht nicht nur aus dem einen Unternehmen
    .. gerade in einem Mischgebiet 😉

  4. Ralf
    Ralf 12/02/2009

    Ich lach mich gleich halbtot. Hat sich schon mal einer die Straße bei Google Maps angeschaut? Die Anzahl an Wohnhäusern kann man quasi an einer Hand abzählen. Und so wie das Gelände aussieht, liegen die Gleise und der Güterbahnhof nicht erst seit gestern dort.

    Hajo, ich denke mal das die Anwohner seit ewigen Zeiten mit dem Güterbahnhof leben. Nur in den letzten Jahren hat der Verkehr wohl etwas abgenommen und die Anwohner haben sich schon gefreut. Das sich dort noch einmal eine Firma ansiedeln könnte, damit haben wohl die wenigsten gerechnet.
    Ich glaube auch nicht das es in dem Fall wirklich um die „enorm hohe Anzahl“ an LKWs geht, sondern vielmehr um die Schlaglöcher die nicht repariert werden.

  5. hajo
    hajo 12/02/2009

    Ralf, das ist unfair 🙁
    Du machst meine schöne Argumentationskette mit schnöden Insiderinformationen kaputt
    pfui!
    ;-D

  6. spottdrossel
    spottdrossel 16/02/2009

    Ich muß immer wieder staunen, warum so einige Leute nicht schlafen können. Wenn ein Geräusch bekannt ist, kann ich dabei auch schlafen, ich habe schon neben der A5, in der Einflugschneise des Frankfurter Flughafens und mit einer mobilen Brecheranlage vor dem Wohnwagen geschlafen, alles kein Problem. NICHT schlafen kann ich, wenn eine übereifrige Nachtigall mir mitten in der Nacht ein Liedchen singt oder ein besoffener Idiot morgens um 4 unter meinem Schlafzimmerfenster „Oh du schöner Westerwald“ gröhlt.
    Der Trick ist, a.) ob man wirklich müde ist, nicht umsonst kommen die meisten Beschwerden von Rentnern und b.) ob ich mich gestört fühlen WILL. Eine Freundin von mir bringt es fertig, sich in Sommernächten über die Grillen aufzuregen (keine weiteren Fragen…), habe ich mich erstmal fleißig aufgeregt, kann ich wirklich nicht mehr schlafen.
    Die Straße wieder in Ordnung zu bringen, wird die Erschütterungen schon erheblich reduzieren, schon alleine, weil die lieben Anwohner dann damit beschäftigt sind, sich über Staub und Lärm der Baumaschinen aufzuregen und die Risse zu dokumentieren, die da „plötzlich“ in ihrem 60 Jahre alten Haus aufgetaucht sind. Nach erfolgreich überlebter Baustelle dürften die Herrschaften den LKW-Verkehr erstmal als harmlos ansehen…

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