Die Lkw-Fahrverbote in Italien für das Jahr 2026 stehen fest. Schon vor den Weihnachtsfeiertagen war der Zeitplan bekannt, vor allem für den Zeitraum zwischen dem 24. Dezember und dem 6. Januar. Jetzt hat das Verkehrsministerium im Rom alle Termine offiziell veröffentlicht.
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Von Udo Skoppeck
Ein Spannungsfeld zwischen Recht, Realität und Menschlichkeit, zwischen Gesetz, Gewissen und Wirklichkeit
2. Weihnachtstag, eine Raststätte an der Autobahn 2
Die Parkplätze sind überfüllt, die Fahrer sind im Lkw. Für viele Außenstehende ein gewohntes Bild. Für uns dagegen ein Anlass hinzuschauen.
Es geht dabei nicht um kulturelle oder religiöse Fragen. Natürlich gibt es Fahrer, die kein Weihnachten feiern.
Nein, es geht um etwas anderes: Wir haben ein Mobilitätspaket, wir haben Lenk- und Ruhezeiten, wir haben Gesetze, die genau verhindern sollen, dass Menschen monatelang im Lkw leben. Auf dem Papier ist vieles klar geregelt, nur in der Realität wird es zu oft nicht kontrolliert.
Wer mit den Fahrern spricht, bekommt meist ehrliche Antworten
Ja, es gibt einige, die freiwillig im Lkw leben. Aber die meisten sagen etwas anderes: „Ich würde gerne nach Hause. Aber es geht nicht.“
Teilweise sind sie drei bis sechs Monate unterwegs. Und weil kaum kontrolliert wird, scheint es egal zu sein.
Die kleinen Geschenktüten, die an solchen Tagen verteilt werden, sind ehrlich gemeint. Sie sind ein kurzer Moment des Glücks, ein Zeichen: Du wirst gesehen.
Aber sie ändern nichts an den Strukturen. Eine konsequente Kontrolle der bestehenden Regeln wäre für viele Fahrer das wertvollere Geschenk.
Gnade, Verantwortung und Scheinheiligkeit
Gleichzeitig gibt es eine andere, ebenso berechtigte Perspektive. Es ist Weihnachten. Muss an diesen Tagen wirklich das Recht über allem stehen?
Gibt es nicht Momente, in denen Menschlichkeit vor Paragrafen stehen darf?
Viele der Menschen, die Geschenke verteilen, fordern keine Strafen.
Sie wollen keine Anzeigen, keine Bußgelder. Sie wollen einfach nur eine kleine Freude in einen trostlosen Alltag bringen.

Der Vorwurf der Scheinheiligkeit trifft deshalb nicht die Helfer. Sondern eher die Gesellschaft insgesamt. Auf der einen Seite wird verteilt, getröstet, fotografiert.
Auf der anderen Seite bleibt ein System bestehen, das genau diese Zustände produziert und hinnimmt.
Wir wollen unsere Pakete pünktlich. Wir wollen volle Regale. Wir wollen niedrige Preise. Am besten ohne darüber nachzudenken, wer den Preis dafür zahlt.
Und wenn Fahrer über Weihnachten, Ostern oder an normalen Wochenenden auf Raststätten stehen, heißt es: „So war das doch nicht gemeint.“
Doch: Ein Preis, den man nicht sehen will, ist trotzdem ein Preis.
Mehr als ein Geschenk
Mein Dank gilt allen, die ihre Freizeit geopfert haben, um auf Raststätten ein Zeichen zu setzen. Diese Gesten sind wichtig. Sie zeigen den Fahrern, dass sie nicht völlig unsichtbar sind, auch wenn es oft nur Minuten sind.
Aber wenn wir ehrlich sind, müssen wir weiterdenken. Über den Tellerrand. Über Weihnachten hinaus.
Menschenwürde ist kein saisonales Gefühl. Sie bedeutet, dass niemand zum bloßen Mittel degradiert wird. Auch nicht im Namen von Logistik, Konsum oder Bequemlichkeit.
Vielleicht ist genau das der Punkt, an dem sich beide Sichtweisen treffen: Ohne Respekt, ohne Kontrolle, ohne Verantwortung bleibt selbst die schönste Geste nur ein Trostpflaster.
Und das kann auf Dauer nicht genug sein.
Ich wünsche Euch ruhige erholsame Feiertage, mit Zeit zum Durchatmen, Abschalten und Auftanken. Und viel Gelassenheit. Macht es euch schön.

Ach ja, was mir noch wichtig ist: Vielen Dank für Eure Treue, Euer Vertrauen und Euer Interesse an meinem Blog.
Auch wenn einige mit mir nicht immer auf einen Nenner kommen – aber nicht immer einer Meinung zu sein, gehört einfach dazu.
Andere Sichtweisen, kritische Fragen und ehrliche Kommentare bringen mir viel und halten diesen Blog lebendig.
Denn der respektvolle Dialog zählt. Schön, dass ihr eure Gedanken teilt und diesen Blog mitgestaltet.
9 KommentareDas war es für dieses Jahr. Die letzte Tour gefahren, dass Dienstfahrzeug ist gewaschen.

Anfang Januar geht es wieder los. Bis dahin ruhige Tage, nur unterbrochen durch diverse kleine Dinge. Aber nix arges. Also alles gut.
2 KommentareEs ist mal wieder der fünfte eines Monats. Und an diesem fragt „Gut gebrüllt“, wie denn von anderer Leute Blogger der Tag so war. Das nennt sich dann „Was machst Du eigentlich den ganzen Tag„.? Oder eben in Kurzform „WmDedgT„.
Hier ist, zum vierzehnten Mal – joa mei, wie die Zeit vergeht – meine Ausgabe:
Viel passiert ist nichts. Wie auch, ist ein Freitag. Ich hatte beruflich nicht viel zu tun und das private interessiert eh nicht. Deshalb heute den Tag mal in Kurzform:
06.00 Uhr, die Wecker App vom Handy weckt mich. Ich überlege kurz wo ich eigentlich stehe. Ah ja, auf einem Parkplatz zwischen Korbach und Kassel.
Geladen habe ich gestern schon, bei einem Kunden im hessischen Hinterland. Das Zeug geht nach Brescia und Mailand. Vier Abnehmer insgesamt.
Es folgt ein ganz gemütliches krabbeln aus der Koje. Gegen fünf war ich schon mal munter, weil es schweinisch kalt in der Hütte war. Hab da die Standheizung angeschaltet. Deshalb ist es jetzt herrlich warm.
06.08 Uhr, fertig angezogen. Digitacho stelle ich auf Arbeitszeit, für zehn Minuten Abfahrtskontrolle.
Dann noch das Land eingeben, in dem ich bin. Heute früh Deutschland.
Pieseln tue ich wie ein echter Trucker am Rand des Platzes ins Gras. Ist noch stock duster, da sieht mich eh niemand.
Während ich Zähne putze, geh ich um den Lkw. In der einen Hand die Zahnbürste, in der anderen eine Taschenlampe.
Plane ganz, kein Reifen platt, Beleuchtung funktioniert, Tankdeckel zu und Sattelkupplung ist auch verriegelt. Abfahrtskontrolle im Schnelldurchgang.
06.10 Uhr, der Motor läuft. Mein Wasserkocher für meinen Kaffee ebenfalls. Drei Minuten später fahr ich los.
06.18 Uhr, auf der A44. Es sind mehr Pendler, als Lkw unterwegs. Auch der Rest der Heimfahrt läuft prima. Egal ob das Stück A7 oder später auf der A38.
Wenn es nur jeden früh so lässig vorwärts gehen würde. Wunschträume.
8.19 Uhr, fast Wochenende. Ich zieh noch fix das Bettzeug ab, pack es in den Beutel mit den Dreckklamotten. Dann noch kurz durch wischen, fünf mal gucken, ob auch wirklich alles abgeschaltet und aus ist und dann zweihundert Meter Fußweg nach Hause. Wochenende.
Der Rest des Tages besteht aus einkaufen, Wäsche waschen und einigen anderen Kleinigkeiten. Ach ja, und diesen Beitrag schreiben.
Also alles ganz entspannt. Aber nichts, was irgendwie interessant wäre.
In vier Wochen ist der fünfte übrigens ein Montag. Der dürfte auch der erste Arbeitstag des neuen Jahres sein. Da gibt es sicher mehr zu berichten.
Also bis zum nächsten „Was machst Du eigentlich den ganzen Tag„…
Ab Anfang Dezember sind die Coca-Cola Weihnachtstrucks wieder auf Tour durch ganz Deutschland. In diesem Jahr werden mindestens elf Orte besucht, vier davon, wie auch schon in den vergangenen zwei Jahren, mit der Eisenbahn.
9 KommentareAb morgen gibt`s bei Lidl Kfz-Verbandstaschen für nur 3.99 Euro. Die Erste-Hilfe-Taschen entsprechen DIN 13164:2022 und sind daher zulässig.
Schaut, ob Eure noch verwendet werden dürfen und greift zu.
Trump kündigte am letzten Donnerstag die Einführung eines 25-prozentigen Zolls auf importierte schwere Lastwagen an, der im Oktober in Kraft treten soll.
Der US-Präsident kündigte die Zölle auf seiner Social-Media-Plattform „Truth Social“ am Donnerstag, dem 25. September, mit einem Inkrafttreten am 1. Oktober an.
„Um unsere großen Lkw-Hersteller vor unfairer Konkurrenz von außen zu schützen, werde ich ab dem 1. Oktober 2025 einen Zoll von 25 % auf alle in anderen Teilen der Welt hergestellten schweren (großen!) Lkw erheben“, schrieb Trump in seinem Post. „Unsere großen Lkw-Hersteller wie Peterbilt, Kenworth, Freightliner, Mack Trucks und andere werden vor dem Ansturm externer Störungen geschützt.“
Einige im Ausland hergestellte Lkw, darunter von Daimler und International, werden größtenteils in Mexiko produziert und zollfrei in die USA importiert, sofern zwei Drittel der Lkw-Teile im Rahmen des Freihandelsabkommens zwischen den USA, Mexiko und Kanada in Nordamerika hergestellt wurden.
Es ist unklar, ob der Zoll von 25 % für alle Schwerlast-Lkw gilt oder nur für diejenigen, die nicht dem Handelsabkommen entsprechen, berichtete CNN .
