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Kategorie: Unfall

Links und rechts der (Daten-) autobahn

Tiroler Speditionen machen beim Lohn- und Sozialdumping im großen Stil mit
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Einige Unfallmeldungen von dieser Woche. Es ist übel:

Tödlicher Unfall mit Sattelzug auf A 5 bei Alsfeld

Lkw-Fahrer übersieht Stauende: Drei Lastwagen ineinander geschoben

Auf der Autobahn 12 sind zwischen Fürstenwalde-West und Storkow (Oder-Spree) mehrere Lastwagen zusammengestoßen

Lkw rast in Stauende. Trucker stirbt bei Unfall auf A96

Wieder schwerer Unfall auf A6

Wodka-Lkw verliert bei Unfall Ladung

Und das sind nur Unfälle, die ich ohne groß zu suchen, im Netz gefunden habe.

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Mal eine gute Meldung über einen Paketdienstleister:

Post beendet Zweiklassengesellschaft

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Das Thema „Zusatzbeleuchtung“ beschäftigt seit einigen Wochen viele Fahrer. Grund ist eine Anweisung des baden-württembergischen Verkehrsministeriums, die dafür sorgt, dass Lkw mit Zusatzbeleuchtung von den Prüforganisationen derzeit keine Betriebserlaubnis mehr bekommen und die Polizei diese Fahrzeuge gnadenlos aus dem Verkehr zieht.

Jetzt wurde der Promotion-Truck des Bundestages auch mit Zusatzbeleuchtung gesehen. Der Journalist Jan Bergrath fragt sich jetzt, ob auch der Bundestag illegal unterwegs ist:

Bis weit in den Herbst läuft die Informationstour 2019 des Deutschen Bundestages. Auch durch Baden-Württemberg. Dort allerdings könnte die Polizei den edlen Promotion-Truck stoppen.

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Spediteur Siegfried Hegelmann will vermehrt Lkw in Deutschland einsetzen. Er erklärt im Exklusiv-Interview mit der Fachzeitschrift trans aktuell, wo er Fahrer findet und was er bezahlt.

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Vorsicht beim abbiegen auf neuen intelligenten Straßen

Vor sechs Wochen stellte ich hier im Blog ein Video ein, welches den bisher einzig befahrbaren Abschnitt der A 44 zwischen Kassel und Eisenach zeigt.

Die „HNA“ zeigt jetzt mit Videoaufnahmen aus der Luft, wie die neue A 44 einmal komplett verlaufen soll. Interessant dabei, dass der Streckenverlauf zwischen Kassel und Helsa bisher nicht mal klar ist und wo die neue A 44 an die A7 angeschlossen wird.
Ob ich zu Lebzeiten dieses Stück Autobahn mal komplett befahren kann? Ich denke nicht.

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Sven beklagt in einem Blogbeitrag, dass rechts abbiegende Pkw/Lkw und geradeauslaufende/fahrende Fußgänger*innen/Radfahrer*innen gleichzeitig grünes Licht an einer Ampel haben und macht den Vorschlag, dieses doch zu trennen. Also wenn Rechtsabbieger*innen grün haben, sollte die Ampel für querende Füßgänger*innen oder Radfahrer*innen rot anzeigen. Oder eben umgekehrt.

Also getrennte Ampelphasen. Fände ich gut. Rede ja schon lange davon. Das Argument, dass dadurch der Verkehrsfluß gestört wird, kann ich nicht wirklich nachvollziehen. Und dazu sollten an besonders gefährlichen Einmündungen Absperrgitter installiert werden, durch die Fußgänger/Radfahrer „gezwungen“ werden, die Straße zehn Meter weiter hinten zu überqueren, um besser gesehen zu werden.

Das sind Dinge, die sicher relativ schnell durchgeführt werden könnten. Denn bis jeder Lkw mit einem Abbiegeassistent ausgestattet ist, gehen noch viele Jahre ins Land. Und Laster ohne diesen Assistenten die Durchfahrt durch Städte und Gemeinden zu verbieten, dürfte eh nicht durchsetzbar sein.

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Viele Unternehmen in Großbritanien horten Produktionsteile und sogar Lebensmittel in riesigen Lagerhallen. Grund ist die Nervosität vor dem geplanten Austritt aus der EU.

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In Finnland wollen Unternehmen und Kommunen die intelligenteste Straße der Welt bauen. Die Strecke soll 31 Kilometer lang sein und die Städte Siuntio und Karjaa verbinden.

An dieser Strecke werden insegesamt 620 Lichtmasten gebaut, die mit
Basisstationen und Antennen ausgestattet werden, die zusammen ein 5G-Netzwerk bilden.
Wenn das Projekt grünes Licht erhält, ermöglicht diese digitalisierte Straße die Erprobung von selbstfahrenden Autos durch die in den Lichtmasten installierte Cellular Vehicle-to-Everything-Plattform (C-V2X).
Diese Technologie hält automatisierte Fahrzeuge über die Verkehrsströme und Fahrbedingungen der Straße auf dem Laufenden, während ihr Kommunikationssystem und ihre Sensoren mit anderen Fahrzeugen und Infrastrukturen verbunden werden können, um einen sichere Fahrt auf der Straße zu gewährleisten.

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Parkplätze ja – aber bitte nicht hier. Immer wieder gibt es Probleme beim Aus- und Neubau von Parkplätzen. Aber das ist nicht neu. Schon vor zehn Jahren wehrten sich Bürger angrenzender Gemeinden gegen den Bau von Stellflächen in ihrer Nachbarschaft.

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Verpasster Unfall trotz falscher OBU

Vor jeder Fahrt sollten Lkw-Fahrer das zulässige Gesamtgewicht des Fahrzeugs oder der Fahrzeugkombination auf der OBU kontrollieren und gegebenenfalls richtig einstellen. Denn das kann sich ändern, wenn beispielsweise ein Anhänger an- oder abgekoppelt wird. Oder man mit einer Sattelzugmaschine ins Nachbardorf fährt, um dort einen Auflieger zu holen.

Machen aber nicht alle. Denn das Bundesamt für Güterverkehr (BAG) hat bei seinen Lkw-Maut-Kontrollen bemerkt, dass Fahrer von schweren Lastwagen vor allem die Gewichtsklasse bei der On-Board-Unit nicht immer korrekt einstellen:

Einige Lkw-Fahrer stellen OBU nicht richtig ein

Dabei ist es doch eigentlich ganz einfach.
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Was die Frühlingsblüte über den Klimawandel verrät
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Ups: Ein Lkw ist am Donnerstag gegen 6.30 Uhr auf der A8 in Richtung München umgestürzt. Die Bergung ist kompliziert. Mehrere Fahrstreifen blieben über Stunden gesperrt.

Stand in der Nacht zum Donnerstag am Irschenberg und wollte da gegen halb sieben losfahren. Hätte dann natürlich im Stau gestanden. Wegen einer Erkältung war ich aber halb fünf schon munter und konnte nicht mehr einpennen. Nase zu und so. Ihr kennt das. Bin ich halt zwei Stunden früher los. Freie Fahrt inclusive.
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Patrick Sensburg ist CDU-Innenexperte und mag keine Diskussionen über Tempolimits. Im Gegenteil. Er machte einen Vorschlag, ob für moderne LKW auf Autobahnen nicht mehr als 80 km/h erlaubt sein sollte, z.B. 100 km/h. Omnibusse dürften ja auch so schnell fahren.

tempo lkw einhundert sensburg cdu
Originaltweet >>>

Darüber sollte man nicht mal ansatzweise nachdenken. 80 km/h für Lkw auf Autobahnen reichen völlig. Herr Sensburg sollte sich lieber den Kopf darüber zerbrechen, wie man mehr Güter auf Wasser und Schiene verlagert. Das wäre einer Diskussion würdig.

Weniger Lkw auf Straßen bedeutet auch weniger Ausbeutung für osteuropäische Lkw-Fahrer. Dafür aber eine Verbesserung der unsäglichen allabendlichen Parkplatzsuche für meine Kollegen und mich. Darüber sollten wir diskutieren.
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Eine Fahrt mit dem Taxi:

„Also wenn Sie mich fragen, reicht es auch. Wir haben genug bezahlt.“
„Was meinen Sie, damit, was haben Sie bezahlt?“
„Naja, es ist doch so, was hab ich denn noch damit zu tun und meine Kinder? Was der Adolf da gemacht hat, hat mit uns doch nichts mehr zu tun und wir müssen immer noch zahlen dafür?“

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Ein Video zum „toten Winkel“

Vor Wochen habe ich in einer Diskussion auf der Facebookseite eines Journalisten behauptet, der „tote Winkel“ bei einem Lkw wäre bei richtiger Spiegeleinstellung verschwindend klein. Oder zumindest nicht riesig. Die Antworten von anderen Lkw-Fahrern waren nicht wirklich überraschend. Einige Beispiele könnt Ihr hier lesen:

antworten toter winkel

antwort kurz toter winkel lkw

Aber geschenkt. Der obigen Meinung bin ich noch immer. Das sieht man ja eigentlich auch an diesen Bildern:

Spiegeleinstellung lkw

lkw eingelenkt spiegel toter winkel

Hier noch ein – wesentlich besseres – Beispiel. Aus der praktischen Sicht eines Berufskraftfahrers widmet sich folgendes Video dem „toten Winkel“. Übrigens sehr anschaulich erklärt:


YouTube-Originallink >>>

Schön zu sehen sind in diesem Video auch die Probleme beim rechts abbiegen mit einem Lkw. Und zwar ab Minute 2.30.:

…kurz vorm abbiegen schaue ich noch mal nach rechts und dann im Abbiegeprozess kann ich gar nicht mehr nach rechts schauen, weil ich links die Pkw habe, die auf der Linksabbiegespur stehen und die beachten muss.

Genau das ist einer der kritischen Momente beim rechts abbiegen. Und das was Axel Flaake, der Macher des Videos anschließend sagt, ist ganz wichtig. Nämlich das sich Fahrradfahrer oder auch Fußgänger sich genau darauf einstellen müssen. Denn es nützt keinen, wenn auf dem Grabstein steht: „Aber ich hatte doch Vorfahrt„.

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Alles steht

Puh, nix geht mehr auf der A3 hinter Würzburg. Vollsperrung ein paar Kilometer vor mir. Und ich hatte mich schon auf einen staufreien Donnerstag gefreut. Na ja, lässt sich nicht ändern.

Stau auf A3

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Alles sehr belastend

Meine „kollektive Intelligenz“ war mal wieder gefragt. Diesmal zu einem eher traurigen Thema: „Todesfalle Autobahn„. Es geht um die steigende Anzahl von Auffahrunfällen mit Lkw-Beteiligung, deren Ursachen und Verhinderung.

Erschienen ist der Beitrag im Wirtschaftsteil der heutigen F.A.Z., im Netz allerdings nur mit Abo lesbar.

Ausschnitt Zeitung

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Links und rechts der (Daten-) autobahn

Diese Woche hatte es irgendwie in sich. Also in negativer Hinsicht. Da war z.B. diese Lkw-Irrfahrt durch Oberfranken. Im Drogenrausch lieferte sich ein Lkw-Fahrer eine wilde Verfolgungsjagd mit der Polizei. Erst mit dem gezielten Einsatz des Scheinwerfers eines Hubschraubers konnte der Lkw gestoppt werden.

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Auf der A 3 bei Wiesbaden verursachte ein osteuropäischer Lenker einen schweren Unfall. Er fuhr unbeleuchtet von einer Raststätte auf die Autobahn, drängte dabei einen anderen Lkw ab. Der widerum versuchte auszuweichen und kollidierte dabei jedoch mit einem Pkw. Glücklicherweise gab es hier keine Verletzten. Allerdings wurde beim Unfallverursacher eine Atemalkoholkonzentration von 3,26 Promille festgestellt.

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In Brandenburg wird ein zehnjähriges Mädchen durch einen rechtsabbiegenden Lkw erfasst und überrollt. Die kleine stirbt einige Stunden später im Krankenhaus.
Das Kind hat alles richtig gemacht. Bei rot gewartet, bei grün losgefahren. Wer hier einen Fehler gemacht hat, ist der Fahrer des Lkw – und genau das ist meine Urangst. Nämlich das ich auch mal einen Fußgänger oder Radfahrer übersehe. Trotz Vorsicht und ständigen Schauen in alle Spiegel. Ich hoffe echt, dass ich niemals in solch eine Situation komme.

Solange Lkw nicht serienmäßig mit verfügbaren Abbiegeassistenten ausgerüstet sind, sollten Ampelanlagen so geschaltet werden, dass der Abbiegeverkehr nicht zur gleichen Zeit grün hat, wie Radfahrer und Fußgänger. Schon möglich, dass der Durchfluss des fließenden Verkehrs an diesen Kreuzungen geringer wird. Aber wenn dadurch Leben geschützt werden, sollte das doch trotzdem möglich sein.

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Den Gewinn von DAF habe ich auch verarbeitet. Also durchgelesen. Wer Interesse an dem Buch „Spur der Laster“ hat, kann dies bis zum 2. Februar in den Kommentaren kundtun. Viel Glück.

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Och nee

Halb drei bei München losgefahren, nur um drei Stunden später bei Würzburg in einer Vollsperrung zu stehen. Ach Leute, manchmal ist es zum erbrechen.

Stau bei Würzburg

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