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372 Ergebnisse für "unterwegs"

Die Immerunterwegsseinmüssengesellschaft

Samstagabend, kurz nach 18 Uhr auf der A 45 bei Gießen: Es ist mehr Verkehr als wochentags im Berufsverkehr.
Wo wollen die alle hin?

Um diese Zeit sitzt man eigentlich zu hause bei der Family und lässt es sich gutgehen.
So dachte ich zumindest…

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WmDedgT 5.3.26

Es ist mal wieder der fünfte eines Monats. Und an diesem fragt „Gut gebrüllt“, wie denn von anderer Leute Blogger der Tag so war. Das nennt sich dann „Was machst Du eigentlich den ganzen Tag„.? Oder eben in Kurzform „WmDedgT„.
Hier ist, zum sechzehnten Mal – joa mei, wie die Zeit vergeht – meine Ausgabe:

02.50 Uhr, die Weckfunktion vom Handy weckt mich. Lust hab ich nicht, aber hilft ja nix. Ich stehe auf einem Rasthof bei Ingolstadt und heute warten zwei Entladekunden auf mich.

Einer irgendwo bei Korbach, der zweite im Westerwald. Und wenn der Tag gut läuft, will ich auch noch eine neue Ladung aufnehmen, damit morgen nur noch ein oder zwei Stops übrig bleiben.

Was tut man nicht alles für ein frühes Wochenende.

02.56 Uhr, Klamotten zusammensuchen, Tacho auf Arbeitszeit stellen, Motor starten. Es ist kalt in der Hütte. Jetzt noch die Standheizung anmachen, bringt aber nix.

Danach raus. Das Rasthaus hat nachts geschlossen, bis zur Tankstelle latschen, ist mir zu weit. Also wie ein Hund ins Gras pieseln und die übliche Kanisterwäsche.
Beim Zähne putzen die Runde um den Lkw: Plane ganz, in den Reifen ist noch Luft, Beleuchtung funktioniert, alle drei Tankdeckel zu, an der Sattelkupplung hat sich auch niemand vergangen. Abfahrtskontrolle im Schnelldurchgang.

03.12 Uhr, Abfahrt. Es ist neblig. Trotzdem die entspannendste Zeit um zu fahren. Wenigstens dafür lohnt das frühe Aufstehen. Und es ist Zeit für den ersten Kaffee.

03.31 Uhr, Im Verkehrsservice der ARD-Hitnacht werden erstmal gefühlt alle gesperrten Autobahnen Deutschlands aufgezählt.

Unfälle? Fehlanzeige.
Baustellen? Überall.

Es wird gebaut, gebuddelt, gesperrt und umgeleitet.

Dann kommt ein Song von Mariah Carey.

Sorry, liebes Radio. Aber hier endet unsere gemeinsame Reise.

Dann besser einen Podcast. Lanz und Precht philosophieren über Heimat. Und was Zuhause sein bedeutet. Top Thema für jemanden, der oft unterwegs ist.
Die nächste Stunde lass ich mich davon berieseln.

06.51 Uhr, hab keine Lust mehr. Bin eh kurz vor Hammersbach.
Da am Dorfrand gibts ne Tankstelle mit nen akzeptablen Imbissangebot. Und eine Dusche. Passt beides für ne Pause.

07.42 Uhr, weiter geht’s Richtung Korbach.

09.55 Uhr, erster Kunde. Die Leute da machen Frühstück bis halb elf. Kann aber schon an die Rampe fahren. Das abladen danach geht fix. Kurz vor elf ist alles erledigt.

Drei Dörfer weiter ist ein Bäckerladen. Zeit für ein zweites Frühstück. Mit der Bäckersfrau quatsche ich über Landfrauen, dem örtlichen Schützenverein und das Wetter. Der Lkw parkt derweil auf der Straße.

So geht Dorfleben.

Knapp anderthalb Stunden später bin ich an meiner zweiten Abladestelle. Der bekommt neunzehn Gitterboxen mit Gussteile. Auch hier klappt alles prima. Läuft doch. So schaff ich noch die erste Ladestelle.

14.19 Uhr, melde mich an. Die Ladung ist fertig, nur die Papiere noch nicht. Soll meine Telefonnummer da lassen, sie melden sich, wenn es soweit ist.

Eine Stunde später klingelt mein Handy. An Rampe fünf soll ich fahren. Das beladen ist nach zehn Minuten erledigt, die Paletten gurten dauert noch ne halbe Stunde. Aber alles gut.

Anschließend fahre ich noch ne Stunde in die Firma, für die ich arbeite. Und dann ist Feierabend. Reicht.

Jetzt noch fix den Tag in diesem Text verarbeiten, dann was essen und ein Bier schlabbern. Und dann geht’s in die Koje.

Morgen noch eine Ladestelle, dann ab nach Hause. Wenn es normal läuft, hab ich gegen Mittag Wochenende. Also alles nach Plan 🚚 .

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Warum Italien beschlagnahmt, Deutschland dagegen noch prüft

Rotterdam. Dortmund. Verona. Klingt nach drei völlig verschiedenen Geschichten. Ist aber eigentlich immer dieselbe.

Es geht um Subunternehmerketten. Um Fahrer aus Drittstaaten. Um Firmengeflechte, bei denen am Ende keiner so richtig verantwortlich sein will. Aber alle verdienen.

Und wer lange genug auf Europas Straßen unterwegs ist, weiß: Das ist kein neues Thema.

2013 haben wir schon darüber gesprochen

Vor über zehn Jahren standen Lkw in Berlin vor dem Reichstag. Keine PR-Aktion, keine Show. Sondern Fahrer, die genug hatten von Lohndumping, Scheinfirmen und diesem ewigen „Dafür sind wir nicht zuständig“.

Damals war das für viele ein Randthema. Heute reden wir über beschlagnahmte Millionenbeträge. Vielleicht hätte man früher genauer hinhören sollen.

Italien sagt: Schluss jetzt

2025 haben italienische Staatsanwälte und die Finanzpolizei nicht lange gefackelt. Sie haben zugegriffen.

Nach Medienberichten wurden unter anderem beschlagnahmt:

  • Rund 43 Millionen Euro bei der italienischen Tochter der Rhenus Group
  • Etwa 47 Millionen Euro im Zusammenhang mit DHL Express in Italien
  • Im Umfeld von Amazon sogar rund 121 Millionen Euro sowie spätere Vergleichszahlungen

Der Kern der Vorwürfe: Konstruktionen über Subunternehmen, bei denen Sozialabgaben und Arbeitsrechte umgangen worden sein sollen. Die betroffenen Unternehmen haben Vorwürfe teilweise zurückgewiesen oder auf Kooperation mit den Behörden verwiesen.

zu sehen ist ein lkw volvo auf einem rasthof in italien, dessen fahrer seine wäsche am kühlergrill trocknet
Wohnen und arbeiten auf wenigen Quadratmetern.

Wichtig ist: Das sind italienische Verfahren gegen italienische Gesellschaften. Aber die Botschaft ist europäisch. Italien zeigt: Wenn man will, kann man Strukturen auch strafrechtlich aufrollen.

Das Spiel mit der Verantwortung

Das Muster kennt jeder in der Branche. Ein großer Auftraggeber vergibt einen Transport. Der Logistiker gibt weiter. Der Subunternehmer gibt weiter. Und irgendwo am Ende sitzt der Fahrer.

Auf dem Papier ist alles sauber. In der Realität ist die Verantwortung so zerstückelt, dass sie kaum noch greifbar ist.

Wenn Lohn fehlt oder Sozialabgaben nicht stimmen, heißt es: „Das war nicht unsere direkte Firma.“
„Dafür ist der Sub zuständig.“

Und so dreht sich das Karussell.

Und Deutschland?

Hier wird natürlich auch kontrolliert. Der Zoll prüft. Es gibt Verfahren. Aktenordner werden gefüllt.

Aber große, öffentlich sichtbare Millionenbeschlagnahmungen bei bekannten Logistikriesen? Eher Fehlanzeige. Man hört von Prüfungen. Von laufenden Ermittlungen. Von komplexen Zuständigkeiten.

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Weitere Informationen

Italien beschlagnahmt. Deutschland prüft. Das ist zumindest der Eindruck, der bei vielen hängen bleibt.

Die, die es wirklich betrifft

Während Juristen diskutieren, schlafen Fahrer monatelang in ihren Kabinen. Arbeiten in Westeuropa, angestellt in Ländern mit niedrigeren Standards. Wenn ein Subunternehmen kollabiert, stehen sie plötzlich ohne Lohn da.

Für sie ist das kein Systemvergleich zwischen Rom und Berlin. Nein, da geht es ums Überleben.

Die eigentliche Frage

Sind es wirklich nur ein paar schwarze Schafe? Oder ist ein System problematisch, das Verantwortung so lange weiterreicht, bis sie praktisch verschwindet?
Wer am Ende vom Transport profitiert, muss auch haften. Punkt. Solange Auftraggeber sich hinter Subunternehmerketten verstecken können, ändert sich nichts.

Italien hat gezeigt, dass man Strukturen antasten kann. Ob Deutschland irgendwann ähnlich konsequent durchgreift?

Das wird nicht nur für die Logistikbranche spannend. Sondern für jeden, der an fairen Wettbewerb in Europa glaubt.

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Das dümmste, was ich dieses Jahr getan habe (bisher)

Bei mir in der Firma, also in dem Betrieb, für welchen ich fahre, gibt es jedes Jahr einen Gutschein von einem Arbeitsmittelausstatter. Meistens liegt der Coupon bei etwa 200 oder 250 Euro.
Davon kann ich Pullover, Shirts, eine Warnjacke oder auch Arbeitsschuhe kaufen. Also vieles, was ich für die Arbeit brauche.

Ein Laden von denen ist in der Nähe meiner Arbeitsstätte. Dort habe ich Ende November letzten Jahres vom verbliebenen Rest noch ein Paar Schuhe gekauft.
Ich glaube, die waren von Haix, ich weiß aber nicht mehr genau, was sie gekostet haben. Ich meine, es waren so um die 120 Euro.

Gestern Abend wollte ich die mitnehmen, weil meine alten langsam kaputtgehen. Der Karton mit den neuen stand im Keller. Ich habe ihn am Abend geholt, bevor ich zum Lkw musste.
Da hatte ich aber schon so viel zu tragen, dass ich dachte, ich nehme die Schuhe aus dem Karton und lege sie erst einmal oben auf den Müllbeutel.

Auf dem Weg zu den Tonnen habe ich noch kurz mit einem Nachbarn gesprochen, der gerade mit seinem Hund draußen war. Danach bin ich weiter zu den Müllbehältern gegangen und habe den Abfall entsorgt.

Vielleicht anderthalb Stunden später, als ich schon unterwegs war, dachte ich plötzlich: „Scheiße, wo sind eigentlich die neuen Schuhe?
Da habe ich völlig vergessen, dass ich die halb auf den Müllbeutel gelegt hatte. Und jetzt liegen sie in der Abfalltonne. Ich bin manchmal echt ein simpler Dussel.

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Richtgeschwindigkeit <75

Heute auf der Brennerautobahn, es war wieder ein Krampf. Die Osteuropäer oder Asiaten, wo sie auch immer herkommen, bei vielen ist bei 75km/h Schluss. Achtzig fährt von denen mittlerweile kaum noch einer.

Bis vor einigen Jahren, wenn es auf der Autobahn, also der Brennerautobahn, kacke lief, bin ich raus auf nen Rasthof gefahren, hab da eine viertel Stunde Pause gemacht, dabei einen Kaffee getrunken und weiter gefahren.
Danach hatte ich meist erstmal freie Fahrt.

Heute wenn es scheiße läuft, fahr ich runter, mach ne viertel Stunde Pause, fahr danach wieder auf die Autobahn.
Aber zack, hänge ich in der nächsten Kolonne, die mit 70, 75 dahin gurkt. Jedes Mal.

Weil es einfach nur noch ein Pulk ist. Es gibt kaum ein Stück, auf dem mal kein Lkw fährt. Ich frage mich echt, was ist hier passiert? Wo kommen die Lkw alle her, wo wollen die hin?
Italien ist doch eigentlich das Ende. Zumindest von Nord nach Süd. Gut, ein paar fahren vielleicht weiter nach Griechenland, aber die kann man vernachlässigen.

Was hier über den Brenner fährt, unglaublich. Und es ist ja nicht so, dass keiner durch die Schweiz juckelt. Oder über die Tauern.
Grad Schweiz, da bin ich das letzte Mal vor sieben Wochen durch, da war auch nicht gerade wenig Schwerverkehr unterwegs.

Apropo raus fahren. Vorhin am Brenner eine kurze Pause gemacht. Dabei an einer Möhre geknabbert, nebenbei aufs Regenradar geschaut, wie das Wetter in Deutschland ist.
Sehe ich, oh, Hannover orange, noch immer Eisregen. Dann schaue ich etwas genauer, war es nur ein Stückchen Möhre, welches auf dem Display vom Handy lag.
Oh je…

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Lkw-Fahrverbote in Italien 2026: Alle Termine für Fahrzeuge über 7,5 Tonnen veröffentlicht

Die Lkw-Fahrverbote in Italien für das Jahr 2026 stehen fest. Schon vor den Weihnachtsfeiertagen war der Zeitplan bekannt, vor allem für den Zeitraum zwischen dem 24. Dezember und dem 6. Januar. Jetzt hat das Verkehrsministerium im Rom alle Termine offiziell veröffentlicht.

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Es ist Weihnachten. Muss an diesen Tagen wirklich das Recht über allem stehen?

Von Udo Skoppeck

Ein Spannungsfeld zwischen Recht, Realität und Menschlichkeit, zwischen Gesetz, Gewissen und Wirklichkeit

2. Weihnachtstag, eine Raststätte an der Autobahn 2

Die Parkplätze sind überfüllt, die Fahrer sind im Lkw. Für viele Außenstehende ein gewohntes Bild. Für uns dagegen ein Anlass hinzuschauen.

Es geht dabei nicht um kulturelle oder religiöse Fragen. Natürlich gibt es Fahrer, die kein Weihnachten feiern.
Nein, es geht um etwas anderes: Wir haben ein Mobilitätspaket, wir haben Lenk- und Ruhezeiten, wir haben Gesetze, die genau verhindern sollen, dass Menschen monatelang im Lkw leben. Auf dem Papier ist vieles klar geregelt, nur in der Realität wird es zu oft nicht kontrolliert.

Wer mit den Fahrern spricht, bekommt meist ehrliche Antworten

Ja, es gibt einige, die freiwillig im Lkw leben. Aber die meisten sagen etwas anderes: „Ich würde gerne nach Hause. Aber es geht nicht.“
Teilweise sind sie drei bis sechs Monate unterwegs. Und weil kaum kontrolliert wird, scheint es egal zu sein.

Die kleinen Geschenktüten, die an solchen Tagen verteilt werden, sind ehrlich gemeint. Sie sind ein kurzer Moment des Glücks, ein Zeichen: Du wirst gesehen.
Aber sie ändern nichts an den Strukturen. Eine konsequente Kontrolle der bestehenden Regeln wäre für viele Fahrer das wertvollere Geschenk.

Gnade, Verantwortung und Scheinheiligkeit

Gleichzeitig gibt es eine andere, ebenso berechtigte Perspektive. Es ist Weihnachten. Muss an diesen Tagen wirklich das Recht über allem stehen?
Gibt es nicht Momente, in denen Menschlichkeit vor Paragrafen stehen darf?

Viele der Menschen, die Geschenke verteilen, fordern keine Strafen.
Sie wollen keine Anzeigen, keine Bußgelder. Sie wollen einfach nur eine kleine Freude in einen trostlosen Alltag bringen.

auf einem rasthof werden zu weihnachten geschenke an fahrer verteilt, die dort die feiertage verbringen müssen. im bild ist ein fahrer in einer weißen zugmachine zu sehen, der ein präsent entgegen nimmt.

Der Vorwurf der Scheinheiligkeit trifft deshalb nicht die Helfer. Sondern eher die Gesellschaft insgesamt. Auf der einen Seite wird verteilt, getröstet, fotografiert.

Auf der anderen Seite bleibt ein System bestehen, das genau diese Zustände produziert und hinnimmt.

Wir wollen unsere Pakete pünktlich. Wir wollen volle Regale. Wir wollen niedrige Preise. Am besten ohne darüber nachzudenken, wer den Preis dafür zahlt.

Und wenn Fahrer über Weihnachten, Ostern oder an normalen Wochenenden auf Raststätten stehen, heißt es: „So war das doch nicht gemeint.“
Doch: Ein Preis, den man nicht sehen will, ist trotzdem ein Preis.

Mehr als ein Geschenk

Mein Dank gilt allen, die ihre Freizeit geopfert haben, um auf Raststätten ein Zeichen zu setzen. Diese Gesten sind wichtig. Sie zeigen den Fahrern, dass sie nicht völlig unsichtbar sind, auch wenn es oft nur Minuten sind.

Aber wenn wir ehrlich sind, müssen wir weiterdenken. Über den Tellerrand. Über Weihnachten hinaus.
Menschenwürde ist kein saisonales Gefühl. Sie bedeutet, dass niemand zum bloßen Mittel degradiert wird. Auch nicht im Namen von Logistik, Konsum oder Bequemlichkeit.

Vielleicht ist genau das der Punkt, an dem sich beide Sichtweisen treffen: Ohne Respekt, ohne Kontrolle, ohne Verantwortung bleibt selbst die schönste Geste nur ein Trostpflaster.
Und das kann auf Dauer nicht genug sein.

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WmDedgT 5.12.25

Es ist mal wieder der fünfte eines Monats. Und an diesem fragt „Gut gebrüllt“, wie denn von anderer Leute Blogger der Tag so war. Das nennt sich dann „Was machst Du eigentlich den ganzen Tag„.? Oder eben in Kurzform „WmDedgT„.
Hier ist, zum vierzehnten Mal – joa mei, wie die Zeit vergeht – meine Ausgabe:

Viel passiert ist nichts. Wie auch, ist ein Freitag. Ich hatte beruflich nicht viel zu tun und das private interessiert eh nicht. Deshalb heute den Tag mal in Kurzform:

06.00 Uhr, die Wecker App vom Handy weckt mich. Ich überlege kurz wo ich eigentlich stehe. Ah ja, auf einem Parkplatz zwischen Korbach und Kassel.
Geladen habe ich gestern schon, bei einem Kunden im hessischen Hinterland. Das Zeug geht nach Brescia und Mailand. Vier Abnehmer insgesamt.

Es folgt ein ganz gemütliches krabbeln aus der Koje. Gegen fünf war ich schon mal munter, weil es schweinisch kalt in der Hütte war. Hab da die Standheizung angeschaltet. Deshalb ist es jetzt herrlich warm.

06.08 Uhr, fertig angezogen. Digitacho stelle ich auf Arbeitszeit, für zehn Minuten Abfahrtskontrolle.
Dann noch das Land eingeben, in dem ich bin. Heute früh Deutschland.

Pieseln tue ich wie ein echter Trucker am Rand des Platzes ins Gras. Ist noch stock duster, da sieht mich eh niemand.
Während ich Zähne putze, geh ich um den Lkw. In der einen Hand die Zahnbürste, in der anderen eine Taschenlampe.

Plane ganz, kein Reifen platt, Beleuchtung funktioniert, Tankdeckel zu und Sattelkupplung ist auch verriegelt. Abfahrtskontrolle im Schnelldurchgang.

06.10 Uhr, der Motor läuft. Mein Wasserkocher für meinen Kaffee ebenfalls. Drei Minuten später fahr ich los.

06.18 Uhr, auf der A44. Es sind mehr Pendler, als Lkw unterwegs. Auch der Rest der Heimfahrt läuft prima. Egal ob das Stück A7 oder später auf der A38.
Wenn es nur jeden früh so lässig vorwärts gehen würde. Wunschträume.

8.19 Uhr, fast Wochenende. Ich zieh noch fix das Bettzeug ab, pack es in den Beutel mit den Dreckklamotten. Dann noch kurz durch wischen, fünf mal gucken, ob auch wirklich alles abgeschaltet und aus ist und dann zweihundert Meter Fußweg nach Hause. Wochenende.

Der Rest des Tages besteht aus einkaufen, Wäsche waschen und einigen anderen Kleinigkeiten. Ach ja, und diesen Beitrag schreiben.
Also alles ganz entspannt. Aber nichts, was irgendwie interessant wäre.

In vier Wochen ist der fünfte übrigens ein Montag. Der dürfte auch der erste Arbeitstag des neuen Jahres sein. Da gibt es sicher mehr zu berichten.
Also bis zum nächsten „Was machst Du eigentlich den ganzen Tag„…

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