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Kategorie: Unterwegs

Exotische Kennzeichen

Kennzeichen aus Marokko hatte ich schon mehrmals, so hier und hier. Aber dieses ist von der Herkunft her noch etwas ungewöhnlicher, nämlich aus der Westsahra. Das erkennt man an den zwei Buchstaben rechts.

Die Kennzeichen entsprechen in Größe und Aussehen weitgehend den europäischen Kennzeichen und zeigen in der Regel schwarze Schrift auf weißem Grund. Sie werden von rechts nach links gelesen.
Ganz rechts steht eine ein- oder zweistellige Zahl. An dieser erkennt man, wie bereits erwähnt, die Herkunft. Hier die 68, die steht für El Aaiún.

Dann folgt ein senkrechter Strich, danach ein arabischer Buchstabe für die Serie vor einem weiteren senkrechten Strich. Abschließend kommt ganz links eine maximal fünfstellige laufende Nummer. Behördliche Stempel oder Aufkleber gibt es nicht.

El Aaiún ist die größte Stadt im von Marokko annektierten Territorium Westsahara.

Über die Westsahara wird seit fast 50 Jahren gestritten. Seit dem Abzug der spanischen Kolonialmacht im Jahr 1976 ist bis heute nicht geklärt, wem das Gebiet eigentlich gehört.
Unterschiedliche politische Interessen und fehlende Einigkeit in der internationalen Gemeinschaft sorgen dafür, dass der Konflikt weiter ungelöst bleibt.

Die Leidtragenden sind wie meist vor allem die Menschen vor Ort. Viele leben seit über 45 Jahren in Flüchtlingslagern, vor allem in Algerien.
Gleichzeitig werden die wertvollen Rohstoffe der Westsahara über Marokko in alle Welt exportiert, ein Thema, das bis heute für Diskussionen sorgt.

Ein Kennzeichen aus Marokko, gesehen in Nordhessen.
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Kein Gas

Ein Koleka, keine Ahnung ob Nepalese, Inder oder Pakistani, fragt mich, ob ich eine Flasche Wasser für ihn übrig hätte. Ich sag „klar“ und geb sie ihm.
Er guckt auf das Etikett und fragt „Gas„? Ich sag „Ja, mit Gas„. Er schüttelt mit dem Kopf und gibt mir die Flasche zurück.

Tja, dann halt nicht. Ich hab keine Ahnung, ob der Kohlensäure nicht ab kann oder das Wasser zum Kochen nutzen wollte.
Vielleicht hat der anderswo mehr Glück.

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Ich wollte nur mal die Beine vertreten

Mittwochabend stand ich auf einem Rasthof irgendwo in Franken. Den Namen nenne ich jetzt mal nicht.
Auf jeden Fall vorn an der Tankstelle. Oder hinten? Egal. Also am Anfang der Rastanlage.

Zwischen dem Tankstellengelände und dem Rasthof liegen einige Meter. Da dachte ich mir, läufst du mal vor. Also stand ich wohl doch hinten. Ich hinten, Rasthof vorne. Wäre das auch geklärt.
Denn ein paar Meter laufen tut ja mal gut. Es sind so, keine Ahnung, zwei- dreihundert Meter. Na ja, nicht ganz so viel, eher zweihundert.

Vorn mal über den Lkw-Parkplatz gelaufen. Der war schon rappelvoll. Dann bin ich ins Rasthaus, da drin war es so keimig.
Irgendjemand hatte Kaffee verschüttet, kann passieren. Aber die Brühe wischte niemand auf. Die Angestellte stützte sich am Tresen ab und drückte auf ihrem Handy herum.

Neben ihr in der Auslage lagen zwei vertrocknete Bratwürste. Viel mehr Auswahl gab es ohnehin nicht.
Dann bin ich auf die Toilette, weil ich mal pieseln musste. Beide Räume waren auch so dreckig, und auf den Mülleimern stapelte sich schon das Papier.

Anschließend bin ich noch durch den McDonald’s geschlendert, der ist hinten im Gebäude. Auch da waren Stühle und Tische schmutzig.
Auf dem Boden lagen Papier und Pommes. Und die sahen nicht so aus, als wären sie erst vor fünf Minuten heruntergefallen. Das war alles nicht besonders schön.

Und dann wundert sich Tank & Rast, wenn dort kaum jemand essen geht. Also vielleicht außer ein paar Urlaubern, deren Kinder quengeln.
Joa, dann bin ich wieder zurück zum Lkw, ich hatte genug gesehen. Das war mein Erlebnis an einem frühen Mittwochabend.

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Brenner-Stau. Die Rechnung zahlen wieder wir Lkw-Fahrer

Gestern Lkw-Stau von Trento bis zum Brenner. Kann man hier lesen. Und hier. Also wie immer nach Feiertagen in Österreich mit einem Fahrverbot.
Dieses stundenlange Stehen hab ich auch schon einige Mal hinter mir. Aber nicht auf so einer lange Strecke. Das ist nur noch krank.

Denn seit Jahren wird der Güterverkehr am Brenner durch Fahrverbote, Nachtfahrverbote, Blockabfertigungen und andere Einschränkungen immer stärker in quasi enge Zeitfenster gedrängt.

Und wenn dann nach einem Feiertag tausende Lkw gleichzeitig wieder losfahren, tut man überrascht, dass es Stau gibt.
Das ist ungefähr so, als würde man einen Fluss immer weiter einengen und sich anschließend wundern, dass das Wasser über die Ufer tritt.

Vielleicht sollte wirklich einmal über das Nachtfahrverbot in Tirol diskutiert werden. Denn tagsüber stehen die Lastwagen Stoßstange an Stoßstange auf der Autobahn, nachts wäre auf vielen Abschnitten eine Menge Platz vorhanden.
Aber gefahren werden darf dann nicht. Also stehen die Fahrzeuge tagsüber im Stau und alle beklagen das Verkehrsproblem.

Denn wenn ein Feiertag ausreicht, um den Verkehr auf einer der wichtigsten Nord-Süd-Achsen Europas derart aus dem Takt zu bringen, dann sollte man vielleicht über die Ursachen sprechen und nicht nur über die Symptome.

lkw-stau stau auf der brennerautobahn. ein tagtägliches ärgernis.

Seit Jahren wird über Blockabfertigungen, Fahrverbote und Verkehrsbeschränkungen geredet. Gleichzeitig fehlen aber Lösungen, die den Verkehr tatsächlich flüssiger machen würden.

Man könnte beispielsweise darüber nachdenken, ob bestimmte Feiertagsregelungen im Güterverkehr noch zeitgemäß sind.
Wenn tausende Lkw einen Tag lang stehen müssen und sich anschließend die gesamte Transportmenge auf die folgenden Stunden konzentriert, sind Staus praktisch vorprogrammiert.

Genauso stellt sich die Frage nach dem Nachtfahrverbot in Tirol. Natürlich müssen die Interessen der Anwohner berücksichtigt werden.
Doch wenn Lastwagen nachts nicht fahren dürfen, tagsüber durch Blockabfertigung, Baustellen und Pendlerverkehr ausgebremst werden und zusätzlich an Feiertagen stillstehen müssen, dann darf man sich über kilometerlange Staus am nächsten Tag nicht wundern.

Der Verkehr verschwindet ja nicht einfach. Nee, der wird auf wenige Stunden konzentriert.

Die Folgen tragen am Ende vor allem wir Fahrer. Wir sitzen stundenlang im Stau, verlieren wertvolle Lebens- und Arbeitszeit, geraten unter Termindruck und müssen später oft um jeden freien Parkplatz kämpfen.
Gleichzeitig werden wir in der öffentlichen Debatte häufig nur als Teil des Problems wahrgenommen, obwohl wir lediglich unseren Job machen.

Der gestrige Stautag zeigt einmal mehr, dass die Verkehrspolitik entlang des Brennerkorridors so dermaßen kaputt ist.
Wer aber immer neue Einschränkungen beschließt, ohne ausreichend Alternativen zu schaffen, produziert zwangsläufig neue und immer längere Staus.

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British Columbia macht Dashcams im Lkw zur Pflicht

In British Columbia geht man künftig neue Wege im Straßengüterverkehr. Die kanadische Provinz hat jetzt ein Gesetz verabschiedet, das verpflichtende Dashcams in Nutzfahrzeugen vorschreibt.

Damit ist British Columbia die erste Region in Kanada, die eine solche Regelung einführt.

Kameras werden zur Pflicht

Konkret bedeutet es, dass alle Lkw, die auf den Straßen der Provinz unterwegs sind, künftig mit nach vorne gerichteten Kameras ausgestattet sein müssen.
Die Kameras sollen während der gesamten Fahrt ununterbrochen aufzeichnen. Abdecken, Abschalten oder Manipulieren der Aufnahmen ist laut Gesetz ausdrücklich verboten.

Eine Dashcams hängt an der Frontscheibe eines lkw

Wichtig dabei ist, dass Kameras, die den Fahrer im Fahrerhaus filmen, nicht vorgeschrieben sind. Zumindest offiziell geht es also nicht um die Überwachung des Fahrers, sondern um die Dokumentation des Verkehrsgeschehens vor dem Fahrzeug.

Hintergrund sind schwere Unfälle

Auslöser für das Gesetz waren mehrere schwere und tödliche Unfälle auf dem Highway 5.
Besonders Familien von Unfallopfern hatten sich dafür eingesetzt, dass die Behörden handeln.

Der Politiker Ward Stamer, der das Gesetz eingebracht hat, spricht sogar davon, dass Dashcams Leben retten können.
Vor allem sollen sie dabei helfen, Unfälle schneller und eindeutiger aufzuklären.

Viele Fahrer kennen das Problem

Viele Berufskraftfahrer kennen die Situation nur zu gut. Nach einem Unfall steht oft Aussage gegen Aussage.
Nicht selten gerät der Lkw-Fahrer automatisch zuerst unter Verdacht, selbst dann, wenn er gar nichts falsch gemacht hat.

Genau darauf verweist auch die BC Trucking Association. Laut dem Verband tragen Lkw-Fahrer bei 75 bis 80 Prozent der Unfälle mit Lkw-Beteiligung keine Schuld.
Dashcams könnten daher nicht nur bei Ermittlungen helfen, sondern auch Fahrer vor falschen Anschuldigungen schützen.

Sicherheit oder doch mehr Kontrolle?

Natürlich dürfte das Gesetz auch Diskussionen auslösen. Denn sobald Kameras Pflicht werden, stellt sich automatisch die Frage, wo Sicherheit endet und wo Überwachung beginnt.
Heute geht es um nach vorne gerichtete Kameras. Kritiker befürchten allerdings, dass irgendwann auch Kameras im Fahrerhaus folgen könnten.

Dashcams werden wohl immer normaler

Trotz aller Diskussionen nutzen bereits heute viele Fahrer freiwillig Dashcams. Nicht aus Spaß oder für Internetvideos, sondern als Absicherung im Alltag.

Denn wenn es kracht, zählt am Ende oft nicht nur, was passiert ist, sondern vor allem, was bewiesen werden kann.

British Columbia macht jetzt den ersten Schritt. Und es würde wohl niemanden überraschen, wenn andere Länder oder Regionen in den kommenden Jahren nachziehen.

Quelle: cbc.ca

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Schlaue Zitate

Wo rohe Kräfte sinnlos walten, da kann sich kein Gebild gestalten.

Friedrich Schiller in der Ballade „Das Lied von der Glocke“

foto auf dem rasthof Spessart Nord, auf dem die betoneingenzung kaputt gefahren wurde.
Aufgenommen am 7. Mai 2026 auf der Rastanlage Spessart Nord

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Zu tief im Landeanflug: Passagiermaschine trifft Lastwagen

Was wie eine Szene aus einem Actionfilm klingt, ist am vorletzten Sonntag in den USA tatsächlich passiert: Ein Lkw wurde nahe des Flughafens Newark von dem Fahrwerk eines landenden Passagierflugzeugs getroffen. Der Fahrer wurde dabei verletzt.

Der Unfall passierte am 3. Mai gegen 14 Uhr auf dem New Jersey Turnpike direkt am Newark Liberty International Airport. United-Flug 169 war gerade aus Venedig im Landeanflug, als das Fahrwerk offenbar erst einen Lichtmast erwischte und kurz darauf einen Sattelzug auf der Autobahn traf.
Der Lkw kippte durch den Aufprall um. Der umgerissene Lichtmast beschädigte außerdem noch einen Jeep.

Trotz des Vorfalls konnte das Flugzeug ganz normal landen. Laut United Airlines blieben alle Passagiere und Crewmitglieder unverletzt. Die Maschine rollte anschließend regulär zum Gate.

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Weitere Informationen

YouTube-Originallink >>>

Der Lkw-Fahrer hatte dagegen weniger Glück. Er wurde mit Verletzungen ins Krankenhaus gebracht, laut Behörden aber nicht lebensgefährlich verletzt.
Wie stark der Lastwagen beschädigt wurde, ist bisher nicht bekannt.

United Airlines untersucht nun mögliche Schäden an der Maschine. Auch die Crew wurde vorsorglich erst einmal aus dem Dienst genommen, bis geklärt ist, wie es überhaupt zu diesem Zwischenfall kommen konnte.

Die Ermittler vom NTSB und die Polizei von New Jersey haben die Untersuchungen aufgenommen. Flugdatenschreiber und Cockpitrekorder wurden bereits sichergestellt.
Ein erster Bericht soll in den nächsten Wochen veröffentlicht werden.

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