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Kategorie: Unterwegs

Festgefahren im Sauerland

Liegt Halver noch im Sauerland? Ich weiß es nicht, aber ist ja auch egal. Auf jeden Fall hat dort der Fahrer eines Lkw ein Durchfahrtsverbot missachtet und sich festgefahren.
Dummerweise hat der auch noch den Tank des Lkw beschädigt und Diesel lief aus. Dieser wurde aber von aufmerksamen und hilfsbereiten Anwohnern mit einer Schüssel aufgefangen.

Ärgerlich, klar. Nur was soll ich schreiben? Vielleicht das ich solche Verbote immer beachte und nie ignoriere? Nee, da würde ich die Unwahrheit verfassen und Euch Lügen auftischen.
Denn grad in Oberitalien, wo viele Straßen für Lkw gesperrt sind, bleibt mir manchmal gar nix anderes übrig, als auch mal einen für mich eigentlich verbotenen Weg zu befahren.

in einhundert meter ist die strasse für lkw gesperr. passiert auch in italien, nicht nur im sauerland.

Es sei denn, ich suche ewig nach einer anderen Gasse zum Kunden. Nur da fehlt mir manchmal die Lust und vor allem die Zeit.

Tja, und bisher ging es auch immer gut. Sollte es arg eng werden, stelle ich den Lkw auch mal an die Seite und gehe einige Meter zu Fuß, um mir den weiteren Straßenverlauf anzusehen. Einheimische zu fragen, hilft übrigens auch.

Aber nochmal zum Pechvogel in Halver. Wer sich das Bild >>> anschaut, wird erkennen, zu welcher Firma der Auflieger gehört. Da nutzt alles verpixeln nix.
Die Zugmaschinen davor sind meist Unternehmer aus irgendwelchen MOE-Staaten.

Und wo die Fahrer herkommen? Nun ja, ich gehe mal davon aus, dass der Mann hier aus irgendwo von hinter Buktistan stammt. Und das dort, in seiner Heimat, solche Straßen mehr oder weniger zum Alltag gehören.
Wieso also, wird der sich denken, soll das in Deutschland anders sein? 

Und davon abgesehen. Von einem Bobteam aus Jamaika erwartet man auch nicht die gleichen Ergebnisse, wie von einem aus der Schweiz, Deutschland oder, ja, USA. Auch wenn Wille und Einsatz vorhanden sind.

Zum Artikel: Lkw hängt an Böschung fest und verliert Diesel: Feuerwehr sichert Unfallstelle

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Lkw-Fahrverbote in Italien 2026: Alle Termine für Fahrzeuge über 7,5 Tonnen veröffentlicht

Die Lkw-Fahrverbote in Italien für das Jahr 2026 stehen fest. Schon vor den Weihnachtsfeiertagen war der Zeitplan bekannt, vor allem für den Zeitraum zwischen dem 24. Dezember und dem 6. Januar. Jetzt hat das Verkehrsministerium im Rom alle Termine offiziell veröffentlicht.

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Aggressive Autofahrer

Eine Untersuchung der Unfallforschung der Versicherer zeigt, dass das Verhalten von Autofahrerinnen und Autofahrern immer aggressiver wird.
So gaben 53 Prozent der Befragten an, dass sie schneller fahren als sonst, wenn sie sich ärgern. Vor vier Jahren waren es noch sechs Prozent weniger.

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Kurzer Zwischenbericht

Die Leute hier in der Firma bei Brescia brauchen noch ne Stunde. Oder auch zwei.
Das Zeug welches ich laden soll, ist zwar fertig, nur müssen die Paletten noch verschnürt und mit Folie umwickelt werden. Also alles absehbar.

Ein weißer Lkw Scania steht vor einem Firmengebäude in Italien

In der Zwischenzeit gibt’s Kaffee. Ach ja, und ich darf deren Toilette benutzen. In der ist es sauber und warm. Das ist ja mittlerweile auch nicht mehr so selbstverständlich.

Das Wetter passt auch. Es ist zwar kalt, so um die null Grad rum, aber sonnig. Auf jeden Fall besser wie in den Alpen und nördlich davon.
Da sagen die Wetterberichte, egal welchen ich höre und gucke, für heute eine Menge Schnee voraus. Den hatte ich in der Nacht zum Montag schon, muss nicht unbedingt wieder sein. Von daher, immer mit der Ruhe.

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Neue Geschmackssorte

In einer Tankstelle lagen in einer Auslage mehrere Reihen mit Croissants. Ich sage zur Verkäuferin „Ich hätte gerne eins mit Schokolade“.

„Wir nicht haben mit Schokolade“, antwortete Sie mir. „Dann bitte eines mit Nougat“, versuchte ich es nochmal. „Wir auch nicht haben Nougat“ erwiderte sie.

„Hmm, und was ist das da“, fragte ich. „Masipan“, bekam ich zur Antwort.
„Nee, Marzipan will ich nicht. Aber das da, mit dem grünen Zeugs da drauf, dass nehme ich dann bitte“.

„Ah, Petersilie. Schmecken auch gut“.
Hat es auch. Zwar nach Pistazie, aber Geschmack ist ja eh subjektiv.

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Ich wurde belauscht

In einer Firma im Siegerland sollte ich drei Kisten laden. Zwei waren fertig, die dritte wurde gerade gepackt. Dauerte also noch ein bissel. Sag ich zum Staplerfahrer: „Habt Ihr hier irgendwo ein paar Schrottpaletten? Da kann ich schon mal zwei, drei holen, für nachher zum sichern„.
Sagt der: „Schau mal da um die Ecke. Da steht ein Container mit Holzabfall. Dort kannst Du dir welche holen.

Dann geh ich dahinter, schau mir die alten Paletten an und schwatze so mit mir selbst. „Ah ja, die Palette geht, joa, die nehm ich mit. Ach, die ist Schrott. Aber die da, die passt.“
Plötzlich kam eine Frau von der Seite hervor, keine Ahnung, was die da gemacht hat. Vielleicht geraucht. Ich hab die vorher nicht gesehen.

Sie guckt mich an: „Sprechen Sie mit den Paletten?“ Ich antworte, ein wenig überrascht: „Klar, Holz lebt. Braucht auch Unterhaltung. Soziale Kontakte sind wichtig.“ Dann hat sie gelacht.
Ob die den Spruch lustig fand oder sich über mich mokiert hat, weiß ich nicht. Ist aber eigentlich auch egal, denn ein bissel peinlich war es mir eh.

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WmDedgT 5.11.25

Es ist mal wieder der fünfte eines Monats. Und an diesem fragt „Gut gebrüllt“, wie denn von anderer Leute Blogger der Tag so war. Das nennt sich dann „Was machst Du eigentlich den ganzen Tag„.? Oder eben in Kurzform „WmDedgT„.
Hier ist, zum dreizehnten Mal – joa mei, wie die Zeit vergeht – meine Ausgabe:

06.40 Uhr, die Wecker App vom Handy weckt mich. Hab die Nacht kacke geschlafen. Auf dem Rasthof bei Bergamo wo ich stand, war es laut. Die Autobahn keine zwanzig Meter weg, über die Anlage fuhren dauernd andere Lkw.
Irgendwann in der Nacht hielt ein Bus, dessen Motor bubbelte die ganze Zeit und die Fahrgäste machten auch Lärm.

Aber egal, ich habs überstanden. Bis zum ersten Kunden für heute brauch ich ungefähr ne Stunde. Hab also noch ein wenig Zeit.

06.43 Uhr, fertig angezogen. Digitacho stelle ich auf Arbeitszeit, für zehn Minuten Abfahrtskontrolle.
Dann noch das Land eingeben, in dem ich bin. Heute früh Italien.

Überlege ob ich mich im AutoGrill wasche und Zähne putze. Aber nee, früh ist da drin immer Hochbetrieb. Die Italiener trinken Espresso und gehen dann pieseln.
Zwischen denen am Waschbecken mit ner Zahnbürste zu hantieren, ist eklig. Also Kanisterwäsche am Lkw.

Pinkeln tue ich wie ein echter Trucker etwas abseits ins Gras. Mit dem Lkw dahinter als Sichtschutz.
Während ich Zähne putze, geh ich um den Lkw. Plane ganz, kein Reifen platt, Tankdeckel zu und Sattelkupplung ist auch verriegelt. Abfahrtskontrolle im Schnelldurchgang.

06.55 Uhr, der Motor läuft. Der Wasserkocher für meinen ersten Kaffee ebenfalls. Drei Minuten später fahr ich los.

07.12 Uhr, erster Stau des Tages in Bergamo. Eigentlich ist da nur ein Kreisverkehr von vielen. Keine Ahnung, was die Leute treiben, sie fahren einfach nicht.
Vier Minuten später bin durch. Stadtauswärts hab ich freie Fahrt. In der Gegenrichtung ist es nicht so toll. Aber mir egal.

08.09 Uhr, ich bin beim ersten Kunden. Eine Palette soll ich hier bekommen. Die wäre wohl dringend, der Besteller in Deutschland wartet schon drauf. Also wie immer.

Angemeldet, dass Tor geht auf, ich fahre auf den Hof. Hab kaum die Türen vom Auflieger offen, kommt auch schon ein Staplerfahrer mit der Palette. Anschließend noch ein Gurt drüber, fertig.
Während ich auf die Papiere warte, quatsche ich ein bissel mit dem Kollegen. Ich erfahre, es ist der Juniorchef, Mitte zwanzig, hat die Firma vor drei Jahren von seinem Vater übernommen. Nen Kaffee gibt’s auch noch.

09.52 Uhr, zweiter und letzter Kunde für heute. Ein Betrieb, irgendwo westlich von Brescia.
Da lade ich oft. Nette Leute da, im Büro, aber auch in der Verladung.

Der Auflieger wird fast voll. Das ist gut. Danach noch fix duschen und dann Abfahrt.

12.49 Uhr, halbe Stunde Pause. Die mache ich in einer Nothaltebucht neben der Autobahn. Für ne halbe Stunde passt das.
Nachts würde ich da aber nicht mehr pennen. Früher hab ich das auch mal gemacht. Dann wurde es aber grad auf der Brennerautobahn von der Polizia kontrolliert und sanktioniert. Seitdem stehe ich da nie länger, als ne halbe oder dreiviertel Stunde. Obwohl seit geraumer Zeit nachts wieder sämtliche Buchten zugeparkt sind. Hauptsächlich von Osteuropäern.

14.00 Uhr, ab Bozen zeigen die Info-Schilder über der Autobahn an, dass zwischen Brixen und Sterzing ne Vollsperrung ist.
Na ja, denke ich mir. Brixen-Nord kannst abfahren und dann über die Nationalstraße weiter.

Aber Pustekuchen. Der Stau beginnt schon sieben Kilometer vor der Abfahrt. Es ist zum erbrechen. Denn es ist ja nicht so, dass es an anderen Tagen besser läuft.
Nee, die Brennerautobahn ist der echt mittlerweile größte Puff Europas. Jede Woche wenn ich da lang fahr, Stau wegen irgendwelchen Dullischeiss. Heute halt ne Vollsperrung, keine Ahnung was da wieder los war. Ich weiß es wirklich nicht.

Ja, da gibt es viele Baustellen. Muss sein, ganz klar. Aber irgendwann bin ich halt ein bissel genervt. Na ja.

Eigentlich wollte ich bis zum Irschenberg fahren. Letztlich hab ich es auch geschafft. Nur eben etliche Stunden später.
Bei Trento sagte mein Navi, Maik, um siebzehn Uhr bis Du am Irschenberg. Hinter Innsbruck sollte es um acht Uhr Abends werden. So war es dann auch.

19.20 Uhr, schnell tanken in Kufstein. Auf dem Rasthof Irschenberg war ich dann wirklich kurz nach acht. Sogar für einen Parkplatz hat es noch gereicht.
Zwar nicht ganz regulär, stehe auf den Pkw-Plätzen. Aber morgen früh kurz nach fünf fahre ich eh weiter. Passt also.

20.10 Uhr, Feierabend. Jetzt noch fix diesen Beitrag schreiben, nebenbei was essen und ein Bierchen schlabbern. Danach Zähne putzen und ab in die Koje.
Hab ein bissel die Faxen dicke für heute.

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