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Kategorie: Unterwegs

Unterwegs…

…zwischen Innsbruck und Schönberg:

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Noch eines dieser „Mitfahr“ – Videos. Hier von Innsbruck bis zur Mautstelle bei Schönberg. Wann das genau war, hmm, keine Ahnung. Ich schätze mal, so vor zehn, zwölf Jahren.
Der Ton ist eher mies, dreht also die Lautstärke besser etwas runter.

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Das Leben ist ein Bumerang. Alles was du tust kommt irgendwann zu dir zurück

Ich weiß nicht, ob ich in meinem Leben schon mehr gefunden als verloren habe.

Eine Tasche mit persönlichen Dokumenten, Portemonnaie mit über hundert Euro Inhalt, Notizbuch mit diversen Passwörtern, Einzelteile eines Handys und weiteren Zeugs lag mal in einer Raststättenauffahrt.
Ein Autofahrer hat die wohl aufs Autodach gelegt und vor dem losfahren vergessen. Ich hab die aufgesammelt und später in meinem Heimatort bei der Polizei abgegeben.

Der damals diensthabende Beamte war davon nicht so erfreut. Statt eines ruhigen Samstagnachmittags wartete Schreibkram auf ihn. Jedes gefundene Teil durfte der in einem Protokoll aufschreiben. Na ja, ist jetzt schon einige Jahre her und hab auch nie wieder davon gehört.

Und auch schon lange nicht mehr daran gedacht. Aber gegensätzliche Sache. Was habe ich eigentlich schon verloren? Also ausser den Glauben an die Menschheit.

Bis letzter Woche wäre mir da lange nichts eingefallen. Kein Schlüssel, keine Ausweise, kein Geld, nix. Mittwoch aber ist es passiert. Packe nach dem duschen meine Klamotten zusammen, merke aber nicht, wie meine Uhr irgendwie rausrutscht. An der Kasse dann die Schlüssel für den Duschraum abgegeben, noch nen Kaffee geholt und losgefahren.

Nach zehn Minuten dämmert es mir, dass irgendetwas fehlt. Alles gedanklich durchgegangen. Klamotten, Duschtasche, Geld? Alles da. Aber kacke, meine Uhr ist weg. Einen Parkplatz später wieder rausgefahren, Taschen nochmal durchwühlt, die Uhr blieb verschwunden.

Was für eine Gülle. Das hat mich wirklich geärgert. Habe die mal von meinem Weihnachtsgeld gekauft, war für meine Verhältnisse nicht billig. Und nun? Weg! Scheiße.

Holzkiste. verpackung der uhr.
Auch die Verpackung der Uhr habe ich aufgehoben.

Karma schlägt aber immer wieder zurück. Nicht nur im bösen, nee, ich denke auch im guten. So auch diesmal. Also in der Tankstelle angerufen, der netten Mitarbeiterin meinen Ärger erzählt. Die sagt: „Oh, kein Problem. Ich schau schnell in der Dusche nach und rufe sie in fünf Minuten zurück„.

Meine Laune besserte sich schon etwas – und hellte sich ganz auf, als ich im folgenden Telefonat quasi meine für immer verloren geglaubte Armbanduhr zurück bekam. Denn die lag tatsächlich noch im Duschraum.
Natürlich habe ich die noch nicht so ganz, muss die nächste Woche noch abholen. Aber das passt schon, fahre eh dran vorbei.

Tja, jetzt könnte man meinen, dass Leben ist manchmal doch ein bissel wie ein Boomerang. Hätte ich das Geld von der Fundsache der Autobahnauffahrt eingesteckt und den Rest im Straßengraben oder einem Mülleimer versenkt, wer weiß? Vielleicht wäre meine liebgewordene Armbanduhr nie wieder aufgetaucht.

Das kann jetzt so sein, oder eben auch nicht. Ich selbst glaube eher nicht an so etwas. Aber als Mensch fühle ich mich besser, wenn man Gutes tut und auch, wenn einem gutes widerfährt.

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Ein Müllhäuflein

Noch mal fix eine schnelle Abendwäsche und zack, stehe ich in den Hinterlassenschaften eines Kollegenschweins. Der nächste Mülleimer steht übrigens keine fünfzig Meter entfernt. Das sind etwas mehr als zweieinhalb Lkw-Längen.

Müll auf einem Parkplatz
Es ist nur Müll

Und nein, den fremden Müll räume ich nicht weg. Schon deshalb, weil ich es abstoßend finde. Mir ekelt es schon vor fremden Haaren in Duschräumen auf Raststätten, da fasse ich das sicher nicht an. Nicht mal mit Handschuhen.

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Unter Polizeischutz

Ich hab den Überblick verloren, seit wann die Bundespolizei am Übergang zwischen Österreich und Deutschland bei Kiefersfelden und auch anderswo wieder Grenzkontrollen durchführt. Denn irgendwie ist das mittlerweile zu einer Art Gewohnheit geworden.
Sollten die irgendwann nicht mehr hier stehen, würden die mir fast fehlen.

Auch weil ich, wenn ich wie heute hier nächtige, meine Ruhepause quasi unter Polizeischutz verbringe. Keine dreißig Meter entfernt kontrollieren die ab und an ein Auto und noch seltener einen Reisebus. Also wenn denn mal einer kommt.

die Bundespolizei kontrolliert am Übergang Kiefersfelden
Die Bundespolizei wartet

Also diese Nacht keine Gedanken um Dieselklau, verschwundene Rücklichtschalen oder eine zerschnittene Plane. Ich wäre sogar so mutig, mit offenen Fenster zu pennen. Hat doch auch was.

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Unterwegs…

…im Elbtunnel bei Hamburg:

Auch hier, wie bei dem Video von vor zwei Wochen, weiß ich nicht mehr, wann das genau aufgenommen wurde. Die Qualität eher unterirdisch, dass Format noch 4:3, also altertümlich klassisch. Oder wie man es sonst ausdrücken will.
Kann also durchaus schon mehr als siebzehn, achtzehn Jahre alt sein.

Update: Mit dem Alter des Videos lag ich voll daneben. Denn auf Twitter diesen Hinweis bekommen:

Angesichts des Opel Agila B gegen Ende nicht vor April 2008.

Danke an Schlabonski
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Unterwegs…

an der Struppeiche zwischen Eisenach und Mühlhausen:

Heute Mittag eine alte externe Festplatte durchwühlt und in einem der zahllosen Ordner noch einige dieser „Mitfahr“-Videos gefunden. Nix besonderes, aber warum soll ich die nicht verbloggen?
Von wann diese Fahrt ist, keine Ahnung. Habe ich leider nicht beschriftet. Muss aber bestimmt zehn, zwölf Jahre her sein.

Die Strecke selbst führt über die sogenannte „Struppeiche“, dem höchsten Punkt der Landesstraße 1016 zwischen Eisenach und Mühlhausen. An dieser Stelle diente früher eine struppige Eiche als Orientierungspunkt. Der alte Baum fiel wahrscheinlich einem Blitzschlag zum Opfer. Der Begriff „Struppeiche“ blieb allerdings bis heute erhalten.

Im Jahr 2000 wurde an gleicher Stelle eine neue Eiche gepflanzt. Das Schild steht wenige Meter abseits der Straße.

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