Drücke "Enter", um den Text zu überspringen.

Kategorie: Fundstücke

Fundstücke Teil CXLI

Rechnet doch weiter in Fußballfelder. Oder sind die ausgegangen? Denn ich habe keine Ahnung, wie lang 1.600 Bratwürste sind. Und selbst wenn, sind Thüringer oder Nürnberger gemeint?

eine überschrift in der HNA: Halle wird so lang wie 1.600 Bratwürste
Quelle: HNA.de

1 Kommentar

Chrom, Nostalgie und Neonschein. Die Welt der Dekotoras

Gestern Abend einen interessanten Artikel von der „taz“ gelesen. In dem geht es um japanische Lkw-Fahrer, die ihre Trucks so aufmotzen, dass sie wie Raumschiffe aussehen. So ein Teil habt ihr bestimmt schon mal gesehen.

Diese Lkw nennen sich Dekotoras (kurz für „dekoreshon torakku„, englisch „decorated trucks„). Sie sind eine einzigartige japanische Subkultur, bei der Lastwagen extrem aufwendig verziert und beleuchtet werden.
Diese „Trucks“ sind fahrbare Kunstwerke, die oft mit tausenden Neonlichtern, LED-Leuchten, verchromten Stahlteilen und bunten Airbrush-Gemälden ausgestattet sind.

Sie sehen aus wie Raumschiffe auf Rädern, voller Chrom, Lichter und verrückter Details. Für die französische Fotografin Louise Mutrel sind sie vor allem rollende Selbstporträts ihrer Fahrer.

Seit Jahren begleitet sie Japans Truckdekorierer, die ihre Lkw mit Botschaften, Manga-Motiven und Retro-Elementen schmücken.
Inspiriert wurde der Trend einst von US-Popkultur und dem Film „Torakku Yarō„.

Torakku Yarō (übersetzt „Truck-Typen“) ist eine kultige japanische Action-Komödien-Reihe, die zwischen 1975 und 1979 insgesamt zehn Filme hervorbrachte.

In den 90ern wurden die auffälligen Trucks wegen Sicherheitsgründen aus Innenstädten verbannt, doch die Szene trifft sich bis heute.

Hinter dem Glitzer stecken Nostalgie, Kreativität und der Wunsch, lange, einsame Fahrten persönlicher zu machen.
Mutrels Serie „Only you can complete me“ feiert diese besondere, nie ganz fertige Verbindung zwischen Mensch und Maschine.

Zum taz-Artikel >>>

3 Kommentare

Exotische Kennzeichen

Heute mal ein Kennzeichen, welches ich im Juli 2013 fotografiert habe. Wo weiß ich leider nicht mehr. Und auch nicht genau, aus welchem Land das ist.
Ich glaube mich dunkel zu erinnern, dass es ein afghanisches Überführungskennzeichen war. Aber sicher bin ich mir da nicht mehr.

ein lkw scania mit einem überführungskennzeichen, wohl aus einem arabischen land

Selbst ChatGPT kann nicht weiter helfen. Da heißt es:

Das ist kein deutsches oder EU-Kennzeichen.

Nach Form, Farben und Beschriftung handelt es sich sehr wahrscheinlich um ein temporäres / Miet- bzw. Überführungskennzeichen aus dem Nahen Osten.

Was man erkennen kann:

Arabische Schrift oben deutet klar auf ein arabisches Land hin

Lateinische Buchstaben „HRT“ sehr typisch für Hertz Rent a Car

Nummer 8757 + Buchstabe L interne Seriennummer

Oranger Streifen unten in mehreren Ländern Kennzeichnung für temporäre / Mietfahrzeuge

Am wahrscheinlichsten: Ein Hertz-Mietwagen-Kennzeichen aus einem arabischen Land (z. B. Jordanien, Golfstaaten). Solche Kennzeichen sind nicht national standardisiert wie in Europa, sondern oft firmenintern für Miet- oder Überführungsfahrzeuge.

Das mit dem Mietwagen von Hertz ist Quark. Sondern eher ein Überführungskennzeichen, von irgendwo aus dem Nahen Osten. Auf jeden Fall passt es gut in diese Rubrik.

2 Kommentare

Exotische Kennzeichen

Hier Guernsey. Guernsey liegt im Ärmelkanal, zwischen Frankreich und England. Zur französischen Normandie sind es 43 Kilometer, zur englischen Küste rund 113 Kilometer. Etwa 65.000 Menschen leben auf Guernsey und den zugehörigen Inseln.
Diese sind Alderney, Herm, Sark und weiteren kleinere Inselchen. Mit diesen bildet Guernsey die Bailiwick of Guernsey: die Vogtei von Guernsey. 

Die Kanalinseln sind als selbstverwaltende Besitztümer der britischen Krone unterstellt und gelten als gesonderte Rechtssubjekte. Guernsey ist also nicht Teil Großbritanniens, sondern eine „Crown Dependency“, ein Kronbesitz.
Das offizielle Staatsoberhaupt ist King Charles.

Die offizielle Sprache auf Guernsey ist Englisch, es gibt aber auch eine eigene regionale Variante des Französischen. Diese nennt sich Guernésiais. 
Aufgrund der Nähe zu Frankreich kann man sich aber auch gut auf Französisch verständigen.

Aber zu den Kfz-Kennzeichen. Diese bestehen auf Guernsey nur aus Nummern, und zwar maximal fünf. Seit 1908 werden diese fortlaufend vergeben. Die Insel ist die einzige Region weltweit, die nur Zahlen auf den Kennzeichen verwendet.

Üblicherweise werden silberne oder weiße Ziffern auf schwarzem Hintergrund verwendet, aber auch schwarze Zeichen auf gelben oder weißen Schildern können vorkommen.

Kennzeichen auf einen Pkw Porsche  aus Guernsey. Gesehen und fotografiert in Italien.
Gesehen und fotografiert in einer Mautstelle in Italien

Das Kennzeichen mit der Nummer 1 ist für den „Bailiff“, den Vogt von Guernsey, reserviert.

Die Kennzeichen werden oft auch inoffiziell auf unterschiedliche Weise mit weiterer Symbolik ergänzt.
Dabei handelt es sich zum einen um die Darstellung von Flagge und/oder Wappen der Insel am linken Rand, zum anderen wird das Nationalitätskennzeichen GBG (Great Britain Guernsey) an verschiedenen Stellen (wie hier rechts) dargestellt.

3 Kommentare