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Schlagwort: Corona

Und der nächste Test

So. Test Nummer fünf in den letzten drei Wochen. Dieses mal in Italien für 40 Euro. Irgendwie wird es jedes Mal unangenehmer.

Das Stäbchen bis fast zum Anschlag in der Nase zu spüren und dann dieses rum rühren, ist nicht meins. Aber nicht nur das testen selbst, auch noch zwei, drei Stunden später hab ich das Empfinden, als ob die Nase immer „laufen“ würde. Schon ein komisches Gefühl.

Na ja, immerhin wieder „negativ“, am Ende zählt nur das. Mit einem anderen Ergebniss habe ich aber eh nicht gerechnet.

Antigen Schnelltest covid 19
Zum fünften Mal negativ
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Nix halbes und nix ganzes

Ein bissel beleidigt bin ich ja schon. Da lasse ich mir gestern morgen ein Wattestäbchen in die Nase bis kurz unters Gehirn rein schieben und dann war sprichwörtlich alles für die Katz. Ja, ich weiß jetzt das ich nicht an Corona erkrankt bin, wenn man diesem Test glauben kann, aber davon bin ich eh ausgegangen.

Spätestens auf dem Autohof Sadobre bei Sterzing in Südtirol kann sich jeder Fahrer der in Richtung Norden unterwegs ist, testen lassen. Oder auch nicht. Denn der Test kostet dort vierzig Euro.
Wer sich die Kohle sparen will und direkt hoch zum Brenner fährt, auch gut. Denn einen Nachweis will oder wollte zumindest heute keiner sehen. Ein Auto der Polizia stand einsam hinter der Mautstelle Sterzing, die beiden Polizisten starrten desinteressiert auf ihre Handys.

Oben am Brenner das gleiche Spiel. Freie Fahrt nach Österreich. Nur mit dem Unterschied, dass ich nicht mal einen Uniformierten zu Gesicht bekam. Also auf durch Nordtirol.

Bis kurz vor Angath. So heißt die letzte Raststätte, vielleicht sechzehn, siebzehn Kilometer vor der deutschen Grenze.
Ab dort staute es sich. Klar, die Bundespolizei will ja die Testnachweise sehen. Dachte ich zumindest.

Stau vor Kiefersfelden
Ein Stau in Tirol

Nach zwei, zweieinhalb Stunden hatte ich es fast geschafft. Der Grenzübergang kam in Sicht.
Und dann? Nix. Ich fuhr ganz normal durch. So wie immer. Auch die deutschen Bundespolizeibeamten wollten meinen Test nicht sehen. Jetzt mal ehrlich. Das ist doch eine Farce.

Viele die aus Italien hoch kommen müssen zusehen, wo sie sich testen lassen können. Zahlen dafür dann vierzig, fünfzig Euro. Oder halt deren Firma. Ist ja jetzt kack egal.
Andere fahren teilweise lange Umwege durch die Schweiz oder über die Tauern, um nach Deutschland zu kommen.

Dieser Zettel interessierte heute keinen, zumindest als ich durchgefahren bin. Trotzdem. Irgendetwas läuft da falsch. Ich stand immer und stehe auch heute noch hinter vielen Aktionen, um die Pandemie einzudämmen. Aber irgendwie sind die Maßstäbe dafür mittlerweile so verschoben.

richtige Spur beachten
Der Spureinweisung bitte unbedingt Folge leisten

Wie diese Grenzkontrollen. Vorletztes Wochenende hoppla Hop beschlossen, dass nachfolgende Chaos wurde wissentlich und billigend in Kauf genommen. Ist ja schließlich für die Gesundheit.
Nur dann sollten diese Maßnahmen auch voll und ohne Kompromisse durchgezogen werden. Ansonsten könnte, nein sollte, man es auch gleich sein lassen.

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Positiv oder negativ?

Da habe ich doch gestern gelesen, dass ab heute früh fünf Uhr am Rastplatz Münster-Nord an der Inntalautobahn eine neue Corona-Teststation eröffnet wird. Der Test ist 48 Stunden gültig, mit meiner Easy-Tour könnte ich es schaffen, bis Donnerstagfrüh wieder in Deutschland zu sein.

Wieso also mich nicht gleich testen lassen? Allein schon deshalb, um diesen ganzen Chaos in Italien aus dem Weg zu gehen.
Kurz vor sechs war ich da, der Container nicht zu übersehen. Davor nur ein Fahrer.

Teststation in Tirol

Das erste Problem? Einen Parkplatz zu finden. Viele schliefen um diese Zeit noch. Das zweite? Die Ungewissheit, vielleicht doch positiv getestet zu werden.
Ich fühlte mich zwar gesund, aber man weiß ja nie.

Problem Nummer eins war eigentlich keins. Ein Kollege fuhr gerade weg, Stellplatz gesichert.
In der Station zwei Männer, ein Schriftführer und der Arzt. Der erste möchte den Führerschein oder den Personalausweis, dafür bekommt man einen Zettel mit einer Nummer.

Diese dient der Identifikation des Probanden, soll ja keiner verwechselt werden. Dann geht’s zum Arzt, der steckt einem das Stäbchen in die Nase, rührt ein bissel drin herum, fertig.
Danach noch einige Minuten warten, bis das Ergebnis da ist. War bei mir natürlich negativ. Was auch sonst. Damit hatte sich auch Problem Nummer zwei, die Ungewissheit, erledigt.

Mein positives, negatives Testergebnis

Also alles richtig gemacht, dass ich mich bereits in Tirol habe testen lassen. Denn wenn es normal läuft, schaffe ich es morgen bis nach Deutschland. Natürlich mit der Hoffnung, dass mir die Italiener keinen Strich durch die Rechnung machen. Aber warum sollten die? Hab ja einen gültigen negativen Test.

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Eine beeindruckende Logik

Deutschland will sich vor der Corona-Mutation schützen, die in Tirol grassiert. Tirol lässt die Fahrer aber bereits in Südtirol, also Italien, testen, von wo die dann durch Tirol fahren, ohne noch einmal getestet zu werden. Wichtig ist nur, einen negativen Befund dabei zu haben, den man stolz den deutschen Bundespolizisten in Kiefersfelden präsentieren kann.

Dabei wäre die Lösung ganz einfach. Weiterhin keine Testpflicht für Lkw-Fahrer. Denn die derzeitige Maßnahme ist so lächerlich. Ein Grossteil der Lkw fährt eh nur im Transit durch Tirol, die Infektionsgefahr ist also fast null.

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Ich bin eine coole Socke

Das vor der Einfahrt in eine Firma die Körpertemperatur überprüft wird, habe ich in Deutschland noch nicht erlebt. In Italien aber schon mehrfach.
Gemessen wird an der Stirn mit einem Infrarotthermometer, natürlich aus sicherer einiger Entfernung. Logisch, geht ja nicht anders.

Bisher waren die Messungen relativ genau. Also immer so zwischen 36 und 37 Grad. Heute früh in einem Betrieb bei Pordenone im Nordosten Italiens lief aber irgendetwas schief. Das Gerät zeigt 33,6 Grad an.
Ein bissel wenig, dachte ich und machte mich für eine zweite Messung bereit. Der Prüfer, übrigens in Klamotten vom italienischen roten Kreuz, war aber zufrieden.

Na ja, wenn er meint. Über den Sinn oder eher Unsinn dieser Messung lasse ich mich dann natürlich nicht aus. Ich durfte einfahren zum entladen. Ziel erreicht.

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Gefragt, gesagt

Der Mitteldeutsche Rundfunk wollte wissen, wie das Leben und arbeiten so unterwegs während der Corona-Krise für uns Lkw-Fahrer ausschaut. Also ob wirklich alle Toiletten geschlossen sind, Duschen nicht genutzt werden dürfen, Firmen uns den Zutritt verwehren.
Wir Fahrer unser Geschäft demzufolge hinterm Busch oder am Lkw-Reifen verrichten müssen, keimig und müffelnd herumlaufen dürfen oder auf den morgendlichen Kaffee verzichten, weil ein Getränkeautomaten bei einem Kunden unerreichbar geworden ist.

Ich habe versucht, in einem Gespräch darauf einige Antworten zu geben. Natürlich aus meiner Sicht. Kann ja nicht für andere sprechen. Aber ich denke, dass sehen einige ähnlich.

„Ich hab mich schon oft am Kanister waschen müssen und konnte nicht essen gehen. Im Ausland gibt es oft gar keine Duschen für Fahrer. Auch ohne Corona nicht. Mittlerweile haben einige Tankstellen ihre Sanitärbereiche wieder geöffnet. Auch Autohöfe machen sich Gedanken. So kann man Essen vorbestellen und dann am Autohof abholen.“

Ich zum MDR

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Ein Geheimtipp

Ich wollte es ja eigentlich nicht erwähnen, damit solche Geheimtipps wie „Haidt-Nord“ auch wirklich geheim bleiben. Aber dieses Geheule einiger Fahrerkollegen drüben auf Facebook, wie „wir können nirgendwo mehr duschen„, „kacken ist auch nicht mehr möglich“ oder „selbst warm Essen kann man nicht mehr“ lässt so langsam meine Augen bluten.
Und das wirklich magische: Es war sogar eine Toilettenfachkraft anwesend, die mit Eimer und Schrubber die Anlage reinigte.

Kleine Warnung: Sollte jetzt irgendeine oder irgendeiner behaupten, dass genau diese Raststätte eine einsame Ausnahme im großen Deutschland ist, raste ich aus. Versprochen.

sanifair geöffnet
SaniFair ist offen
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Mal in die andere Richtung

So, Feierabend. Nicht wie üblich am Brenner Richtung Italien, sondern im Siegerland. Meine Touren in den Süden wurden erstmal gestrichen. Fahre ich halt eine Zeitlang durch Deutschland. Das ist mein Opfer, welches Corona mir abverlangt.

auflieger mit gefahrgut
Auch Gefahrgut war dabei

Plane auf, Plane zu, und das gleich fünf mal heute, kenne ich überhaupt nicht zum Montag. Dazu mal fünfzig, dann zwanzig oder keine dreißig Kilometer Entfernung zwischen den Kunden. Das artet schon fast in Stress aus.

Aber Spass beiseite. Nur in eine der Firmen wo ich heute war, wurde ich gebeten, Einweghandschuhe zu tragen. Das übrigens auch erst, nachdem ich schon mehrere Türklinken anfassen musste.
In allen anderen gab es null Vorsichtsmaßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus. Also weder Handschuhe, keine Desinfektionsmittel, von Abstand zu den Mitarbeitern oder zumindest Mundschutz ganz zu schweigen. Das wird wohl doch noch nicht überall so eng gesehen.

Überhaupt kein Vergleich zu Italien. Da kam ich keinem zu Nahe, nicht nur weil die Leute es so wollten, sondern auch ich. Regelmäßiges Hände desinfizieren und Gesichtsschutz war da usus. Na ja, mal sehen wie es morgen läuft.

Da bin ich übrigens im Norden, genauer in der Wesermarsch. Keine Ahnung, wann ich da zum letzten Mal war. Ist gefühlte hundert Jahre her. Hoffentlich verfahre ich mich nicht. Aber mal eine ganz andere Richtung. Hat auch was schönes und vor allem 360 Kilometer, ohne das ich die Plane öffnen muss. Wow.

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