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Kategorie: Strassen

Ein Donnerstagmorgen auf der Brennerautobahn

Steht man morgens noch einige Minuten und macht sich langsam für den Tag fertig, dann fällt einem richtig auf, wie viele Lkw über den Brenner fahren. Zu dieser frühen Zeit, die Kamera habe ich halb sieben laufen lassen, nutzt hauptsächlich der Schwerverkehr diese Route. Später kommt auch noch der Individualverkehr hinzu.
Und, mal ehrlich. Obwohl ich seit Jahren sehe, dass der Verkehr allgemein immer weiter zunimmt und die vorhandene Infrastruktur immer mehr an ihre Grenze stößt, hat mich diese eigentlich schier endlose Schlange von Lastwagen schon erstaunt, oder auch erschreckt.

Der Film läuft nur drei Minuten, dass ging aber die ganze Zeit über – Lkw an Lkw. Und ich kurz darauf mittendrin. Klar, man darf nicht vergessen, die Brennerautobahn ist die Hauptroute über die Alpen. Es gibt keine kürzere, zentralere und auch günstigere Route von Mitteleuropa nach Italien und wieder zurück.
Denn nicht jede Alpenquerung ist sinnvoll für jedes Ziel. Und unnötige Umwege zu fahren, ist weder ökonomisch noch ökologisch sinnvoll. Ausserdem ist beim Warenverkehr die Fahrt durch Österreich wesentlich unkomplizierter. Denn die Ösis gehören zur EU, die Schweiz dagegen nicht.

Die Verkehrslawine rollt

Das diese Lawine da drüber rollt, ist nicht die Schuld von uns Fahrern. Wir sind die ärmsten Schweine, die diese Misere ertragen müssen. Noch vor den Anwohnern. Die leiden mittlerweile vor allem unter dem Lärm der Fahrzeuge. Es ist auch nicht die Schuld meines Chefs. Der bedient nur die Wünsche von Industrie und Endverbraucher. Ist so.

Klar könnten viele Güterverkehre auf die Schiene verlagert werden. Auch mein Chef oder dessen Auftaggeber würden diese Alternative bestimmt gerne nutzen. Ich war ja selbst oft genug Fahrgast auf der RoLa. Also der Rollenden Landstraße.
Funktioniert aber irgendwie nicht, weil die Angebote nicht ausreichen. Möchte ich mit dem Zug fahren, ist der oft ausgebucht. Gibt es freie Plätze, passt es mit der Zeit nicht. Nachts um eins kann ich nicht auf einen Zug fahren.

Bis vor drei, vier Jahren wurde die Verbindung Regensburg – Trento bedient. Von der Strecke her ideal. Rauf auf den Zug, elf Stunden Pause, einige hundert Kilometer weiter, runter vom Zug. Toll. Zumindest zeitlich. Über die Qualität und den Anspruch gegenüber uns Fahrgästen, braucht man nicht zu diskutieren. Beides war miserabel. Aber Lkw-Fahrer sind ja genügsam. Nur gibt es diese Möglichkeit nicht mehr. Das Angebot wurde eingestellt.

Wenn Tiroler b(l)ocken

Diese Woche bremsen die Tiroler mal wieder den Lkw-Verkehr aus. Die b(l)ocken also. Was lustig klingt, ist aber Scheiße. Denn dann werden österreichische Polizisten den Verkehr vor Kufstein aufstauen lassen und pro Stunde nur 250 Lastwagen durchlassen.
Auch hier, leidtragende sind vor allem wir Lkw-Fahrer, die teilweise stundenlang im Stau stehen. Es kann nicht die Lösung sein, dass Tiroler Ihre Probleme auf die abdrücken, die für diese Zustände nix können. Passiert aber dauernd.

Wie können Lösungen aussehen? Auf den Brenner-Basistunnel warten? Da bin ich wieder bei der Schiene. Nur auf den wartet man noch sieben oder acht Jahre. Und jetzt ist bereits absehbar, dass die Zulaufstrecke auf deutscher Seite dann noch längst nicht fertig ist. Auch wehren sich Anwohner im Inntal von Rosenheim bis Kiefersfelden gegen zusätzliche Gleise. Sie befürchten unter anderem eine Zunahme des Bahnlärms und mehr Erschütterungen.

Tja. Jeder fühlt sich durch irgendwas gestört. Die einen durch den Straßenverkehr, die nächsten wegen einer Eisenbahnlinie. So ändert sich nix.

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Vorsicht beim abbiegen auf neuen intelligenten Straßen

Vor sechs Wochen stellte ich hier im Blog ein Video ein, welches den bisher einzig befahrbaren Abschnitt der A 44 zwischen Kassel und Eisenach zeigt.

Die „HNA“ zeigt jetzt mit Videoaufnahmen aus der Luft, wie die neue A 44 einmal komplett verlaufen soll. Interessant dabei, dass der Streckenverlauf zwischen Kassel und Helsa bisher nicht mal klar ist und wo die neue A 44 an die A7 angeschlossen wird.
Ob ich zu Lebzeiten dieses Stück Autobahn mal komplett befahren kann? Ich denke nicht.

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Sven beklagt in einem Blogbeitrag, dass rechts abbiegende Pkw/Lkw und geradeauslaufende/fahrende Fußgänger*innen/Radfahrer*innen gleichzeitig grünes Licht an einer Ampel haben und macht den Vorschlag, dieses doch zu trennen. Also wenn Rechtsabbieger*innen grün haben, sollte die Ampel für querende Füßgänger*innen oder Radfahrer*innen rot anzeigen. Oder eben umgekehrt.

Also getrennte Ampelphasen. Fände ich gut. Rede ja schon lange davon. Das Argument, dass dadurch der Verkehrsfluß gestört wird, kann ich nicht wirklich nachvollziehen. Und dazu sollten an besonders gefährlichen Einmündungen Absperrgitter installiert werden, durch die Fußgänger/Radfahrer „gezwungen“ werden, die Straße zehn Meter weiter hinten zu überqueren, um besser gesehen zu werden.

Das sind Dinge, die sicher relativ schnell durchgeführt werden könnten. Denn bis jeder Lkw mit einem Abbiegeassistent ausgestattet ist, gehen noch viele Jahre ins Land. Und Laster ohne diesen Assistenten die Durchfahrt durch Städte und Gemeinden zu verbieten, dürfte eh nicht durchsetzbar sein.

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Viele Unternehmen in Großbritanien horten Produktionsteile und sogar Lebensmittel in riesigen Lagerhallen. Grund ist die Nervosität vor dem geplanten Austritt aus der EU.

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In Finnland wollen Unternehmen und Kommunen die intelligenteste Straße der Welt bauen. Die Strecke soll 31 Kilometer lang sein und die Städte Siuntio und Karjaa verbinden.

An dieser Strecke werden insegesamt 620 Lichtmasten gebaut, die mit
Basisstationen und Antennen ausgestattet werden, die zusammen ein 5G-Netzwerk bilden.
Wenn das Projekt grünes Licht erhält, ermöglicht diese digitalisierte Straße die Erprobung von selbstfahrenden Autos durch die in den Lichtmasten installierte Cellular Vehicle-to-Everything-Plattform (C-V2X).
Diese Technologie hält automatisierte Fahrzeuge über die Verkehrsströme und Fahrbedingungen der Straße auf dem Laufenden, während ihr Kommunikationssystem und ihre Sensoren mit anderen Fahrzeugen und Infrastrukturen verbunden werden können, um einen sichere Fahrt auf der Straße zu gewährleisten.

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Parkplätze ja – aber bitte nicht hier. Immer wieder gibt es Probleme beim Aus- und Neubau von Parkplätzen. Aber das ist nicht neu. Schon vor zehn Jahren wehrten sich Bürger angrenzender Gemeinden gegen den Bau von Stellflächen in ihrer Nachbarschaft.

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Neues Jahr, neue Tarife

Seit vorgestern gelten neue Tarife für die Lkw-Maut. So wird der Mautsatz jetzt auch nach der Gewichtsklasse bestimmt. Auch Lärmbelastungskosten spielen erstmals eine Rolle.

Lärmbelästigung jetzt Kriterium

Nützlich zu wissen ist, dass sich der Mautsatz je Kilometer aus drei Mautteilsätzen zusammensetzt. So beinhaltet der erste Mautteilsatz die Infrastrukturkosten. Diese sind abhängig von der Gewichtsklasse, der das mautpflichtige Fahrzeug oder die Fahrzeugkombination angehört. Den zweiten Mautteilsatz bilden die verursachten Kosten für die Luftverschmutzung. Natürlich sind diese abhängig von der Schadstoffklasse des Fahrzeugs. Die verursachten Lärmbelastungskosten sind der dritte Mautteilsatz. Deren Höhe beträgt zwei Cent pro Kilometer.

Wie sich der neue Mautsatz zusammensetzt, seht Ihr übersichtlich in dieser Grafik: Klick hier >>>

Kurzer Fakt am Rand: Elektro-Lkw sind von der Maut befreit, erdgasbetriebene Lkw ebenfalls bis 2020.

Neue Mitwirkungspflicht für Lkw-Fahrer

Wichtig für uns Fahrer ist dabei, dass sich eine neue Mitwirkungspflicht ergibt. So müssen wir unbedingt vor jeder Fahrt das zulässige Gesamtgewicht des Fahrzeugs oder der Fahrzeugkombination auf der OBU einstellen. Das kann sich ändern, wenn beispielsweise ein Anhänger an- oder abgekoppelt wird. Oder man mit einer Sattelzugmaschine ins Nachbardorf fährt, um dort einen Auflieger zu holen.

Überwachung der Maut auf der B  247 bei mühlhusen

Um das zulässige Gesamtgewicht von Fahrzeugkombinationen zu ermitteln, werden die zulässigen Gesamtgewichte der Einzelfahrzeuge addiert. Dieses steht in der Zulassungsbescheinigung Teil 1. Stütz- und Aufliegelasten werden dabei nicht berücksichtigt.

Wichtig: Gewichtsklasse einstellen

Die Gewichtsklassen werden vom Gesetzgeber so vorgegeben: größer/gleich 7,5 – 11,99 Tonnen zulässiges Gesamtgewicht, größer/gleich 12 Tonnen bis 18 Tonnen zulässiges Gesamtgewicht und größer 18 Tonnen zulässiges Gesamtgewicht.
Für die letzt genannte Gewichtsklasse, also über 18 Tonnen, wird zusätzlich nach Achsen unterschieden: bis zu 3 Achsen und vier und mehr Achsen. Die Anzahl müssen wir Fahrer im Gerät angeben. Bei Fahrzeugen oder Fahrzeugkombinationen bis zu 18 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht ist eine Einstellung der Achszahl auch möglich, aber nicht verpflichtend.

Wie die OBU bedient wird, erklärt Toll Collect in dieser Online-Anleitung >>> auf der klassischen Toll Collect-Seite. Da findet man alle Informationen rund um die Lkw-Maut.
Dann gibt es den Facebook-Account. Wenn jemand Fragen oder Anregungen hat, kann sie oder er über diesen Weg am schnellsten Kontakt zu Mitarbeitern von Toll Collect aufnehmen. Bildlich wird es auf YouTube. Dort bietet Toll Collect kurze Filme zum Thema Maut oder auch zur Bedienung der OBU an.

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Dann gibt es noch den Unternehmensblog mit vielen Informationen und Hintergrundgeschichten. Ausserdem erhält man einen kleinen Einblick in die Welt von Toll Collect.

Aber noch einmal zurück zu den Gewichtsklassen. In der OBU ist das zulässige Gesamtgewicht dauerhaft gespeichert, welches der Halter bei der Registrierung angegeben hat. Wird ein Anhänger an- oder abgekoppelt, ist das Gewicht auf der OBU vor Antritt einer Fahrt anzupassen. Dies gilt mit einem zulässigen Gesamtgewicht bis einschließlich 18 Tonnen. Bei einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 18 Tonnen muss nicht die Gewichtsklasse, aber die Achszahl geändert werden.
Ist ein Fahrer mit einem Fahrzeug unterwegs, dessen zulässiges Gesamtgewicht unter 7,5 Tonnen beträgt, muss die Gewichtsklasse „< 7,5 t“ gewählt werden. Fährt er mit Hänger und ist mit 7,5 Tonnen zGG oder mehr unterwegs, dann wählt er “≥ 7,5 t“ und ist mautpflichtig.

Deklaration in Schritten von 1,5 Tonnen

Ab 7,5 Tonnen wird das Gewicht der Kraftfahrzeuge in Auswahlschritten von 1,5 Tonnen deklariert. Beachtet dabei, dass keine Gewichtsklasse eingestellt werden kann, die kleiner ist, als das auf dem Fahrzeuggerät gespeicherte Gewicht. Ändert der Fahrer vor Beginn einer neuen Fahrt die Einstellungen an der OBU nicht, werden die Einstellungen der letzten Fahrt verwendet.

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Ein Video zum „toten Winkel“

Vor Wochen habe ich in einer Diskussion auf der Facebookseite eines Journalisten behauptet, der „tote Winkel“ bei einem Lkw wäre bei richtiger Spiegeleinstellung verschwindend klein. Oder zumindest nicht riesig. Die Antworten von anderen Lkw-Fahrern waren nicht wirklich überraschend. Einige Beispiele könnt Ihr hier lesen:

antworten toter winkel

antwort kurz toter winkel lkw

Aber geschenkt. Der obigen Meinung bin ich noch immer. Das sieht man ja eigentlich auch an diesen Bildern:

Spiegeleinstellung lkw

lkw eingelenkt spiegel toter winkel

Hier noch ein – wesentlich besseres – Beispiel. Aus der praktischen Sicht eines Berufskraftfahrers widmet sich folgendes Video dem „toten Winkel“. Übrigens sehr anschaulich erklärt:

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Schön zu sehen sind in diesem Video auch die Probleme beim rechts abbiegen mit einem Lkw. Und zwar ab Minute 2.30.:

…kurz vorm abbiegen schaue ich noch mal nach rechts und dann im Abbiegeprozess kann ich gar nicht mehr nach rechts schauen, weil ich links die Pkw habe, die auf der Linksabbiegespur stehen und die beachten muss.

Genau das ist einer der kritischen Momente beim rechts abbiegen. Und das was Axel Flaake, der Macher des Videos anschließend sagt, ist ganz wichtig. Nämlich das sich Fahrradfahrer oder auch Fußgänger sich genau darauf einstellen müssen. Denn es nützt keinen, wenn auf dem Grabstein steht: „Aber ich hatte doch Vorfahrt„.

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Ein ärgerlicher Stau

Innsbruck am Abend, vertreibt Kummer und Sorgen. Reimt sich nicht? Muss es auch nicht. Denn der Stau war ärgerlich genug.
Denn eigentlich wollte ich bis zum Irschenberg fahren. Wurde natürlich nichts. Jetzt steh ich noch in Österreich und mache da Pause.

Na ja, mal schauen, wie es morgen läuft und ich meine Abladestelle noch schaffe. Aber das ist Zukunft. Jetzt ist erstmal Feierabend angesagt.

Stau bei Innsbruck

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Alles steht

Puh, nix geht mehr auf der A3 hinter Würzburg. Vollsperrung ein paar Kilometer vor mir. Und ich hatte mich schon auf einen staufreien Donnerstag gefreut. Na ja, lässt sich nicht ändern.

Stau auf A3

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