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Monat: Januar 2018

Links und rechts der (Daten-) autobahn

Auch Busunternehmen finden keine Fahrer mehr? Unglaublich. Die Ursachen dürften die gleichen wie im Gütertransport sein. Für acht Euro von Erfurt nach Freiburg oder für 199 Euro zehn Tage an den Gardasee muss sich halt rechnen. Hier für den Reisenden. Der Businhaber muss sparen. Und das geht wohl vor allem beim Gehalt für die Angestellten. Aber auch die sind immer weniger bereit, sich mit kaum 2 000 Brutto abspeisen zu lassen. Und das ist gut so. Denn gute Arbeit verdient gutes Geld und gutes Geld ist eine Anerkennung für gute Arbeit. Irgendwie ein Kreislauf.

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Neue Kommentare habe ich im letzten Jahr erst nach Sichtung freigeschaltet. Aber das ist Gülle. Denn eigentlich finde ich moderierte Blogs nicht so toll. Also habe ich das wieder geändert. Alles was Ihr kommentiert, ist also wieder sofort zu sehen. Nur im nachhinein ändern könnt Ihr Eure Feedbacks, Anregungen oder Rückmeldungen nicht. Da bleibt alles wie gehabt.

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Laut der neuen Mautstatistik des Bundesamt für Güterverkehr für das dritte Quartal 2017 sind immer mehr Lkw über 7,5 Tonnen auf deutschen Straßen unterwegs. Der Anteil einheimischer Laster betrug dabei gerade noch 57,6%. Ein Jahr vorher waren es noch 59,2%.
Besonders zugenommen hat der Anteil polnischer Lkw. Nämlich im Vergleich zum Vorjahr um 1,3%. Um das zu merken, brauche ich keine Statistik. Das sehe ich täglich. Auch habe ich das Gefühl, dass immer mehr Litauer unterwegs sind. Manchmal denke ich, dass Land muss eigentlich verlassen sein, so viele, wie hier rum fahren.

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Mein Gewinn vom DAF-Gewinnspiel ist letzte Woche auch angekommen. Ein Buch von Jan Bergrath. Laut Kurzfassung handelt es von einem skrupellosen Chef einer Transportfirma, der seine osteuropäischen Fahrer ausbeutet und überdies noch Sex mit einer Arbeitsrichterin hat. Oh je, harter Tobak. Ich werde nächste Woche mal anfangen zu lesen. Abends habe ich ja etwas Zeit.

Buch Spur der Laster

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Apropo osteuropäische Lkw-Fahrer. In der „Frankfurter Rundschaugab es letzte Woche ein Interview mit dem polnischsprachigen Koordinator der bundesweiten DGB-Aktion „Faire Mobilität„, Michael Wahl. In diesem Gespräch spricht er über die üblen Arbeitsbedingungen im europaweiten Transportwesen. Gut und wichtig, dass es immer wieder angesprochen wird.

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Fundstücke Teil CXXVII

Nightlife – Sergio Mendes


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Optimist

Was habe ich am Dienstag geschrieben? Alles wird gut? Super, war auch so. Ich sollte immer so optimistisch sein. Mittwochvormittag war der Auflieger leer, am späten Nachmittag schon wieder beladen. Die Fahrzeit reichte sogar noch bis zum Brenner.

Heute habe ich zwar meine zweite Zehnerfahrzeit für diese Woche angerissen, aber das juckt mich nicht. Morgen ist eh nur Nahverkehr angesagt, da heißt es am Nachmittag „aus die Maus„. Und dann ab ins Wochenende.

Fahrzeit

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Planung bringt nix

Fast zwei Stunden gebraucht, um über den Brenner zu kommen und nun ist meine gut durchdachte Planung im Eimer. Denn eigentlich wollte ich noch vor Mittag zwei Kunden schaffen. Am Nachmittag noch drei und der Auflieger wäre leer gewesen.

Schnee am Brenner

Aber nix da. Ein bissel Schnee und Eis und alles steht. Jetzt warte ich über Mittag beim ersten Kunden in Bozen. Deren Pause ist natürlich ausgedehnt, von zwölf bis zwei. Aber alles wird gut. Wir haben ja erst Dienstag.

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Generator lädt nicht

Motor gestartet, erste Fehlermeldung: Generator lädt nicht. Das ist doch zum Mäuse melken.
Also geht die erste Fahrt für dieses Jahr in die Werkstatt. Die ist zwar nur drei Kilometer entfernt, trotzdem kacke.

Generator lädt nicht

Ach ja. Das gleiche Problem hatte ich vor fünf Jahren schon mal. Irgendwie können die Kisten zwei Wochen Standzeit nicht ab.

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Blind und verwirrt

Ich räume den Lkw ein, sehe den Abdruck der Dashcam an der Scheibe und überlege, wo ich denn das Navi verstaut habe. Selbst zum Auto bin ich nochmal zurück, um zu schauen. Da war es natürlich auch nicht.

Wie auch. Das Teil hing die ganze Zeit vor mir. Ich bin schon wieder Urlaubsreif.

Navi an der Scheibe

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Logistik: Die Frachtkosten im Blick behalten

Die weltweite Wirtschaft wächst immer mehr zu einem engmaschigen, globalen Konstrukt zusammen. Zwar bietet diese Entwicklung auf den ersten Blick eine Reihe von Vorteilen, jedoch hat die Globalisierung für Unternehmen auch negative Auswirkungen. So sind in der jüngsten Vergangenheit im Logistikbereich vor allem die Frachtkosten stark angestiegen. …

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Kurz und schmerzlos

Das erste dienstliche Gespräch in diesem Jahr:

Hallo. Und? Wie schaut es aus? Was haste für mich?
Alles gute noch im neuen Jahr. Also, der Auflieger wird hier am Lager vorgeladen. Du fängst in Bozen an und dann weiter bis Verona. Werden vier oder fünf Abladestellen!

Oy, auch noch alles gute. Gut, dann weiß ich bescheid. Bis nächste Woche.
Ja, bis nächste Woche.

Das klingt doch nicht so übel. Da ist die Woche bis Mittwochvormittag schon mal verplant. Einzig mal schauen, wie der Auflieger vorgeladen ist. Da habe ich ja schon so manche Überraschung erlebt :-). Aber noch ist Wochenende.

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