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Die Wahrheit über Lang-Lkw

Was sind eigentlich “Gigaliner”, “Monstertrucks”, “Ökoliner” oder “Eurocombi”?

Der Begriff “Gigaliner” ist eine Erfindung der Krone – Fahrzeugwerke zur IAA 2004 und bezeichnet Megatrailer mit angehängtem Volumen-Tandemachsanhänger.

Als “Monstertruck” werden diese Megatrailer von Kritikern bezeichnet, so z.B. von Automobilverbänden, Umweltorganisationen und Lobbyverbänden, die der Bahn nahe stehen.
Nur ist denen entgangen, dass ein “Monstertruck” eigentlich ein mit Tracktorreifen aufgemotzter 3,5 t – Pickup ist.
Nun ja :-)

Die Bezeichnung “Eurocombi” ist vom Verband der Automobilindustrie (VDA) zur IAA 2006 erfunden worden.

Dieses (sorry) hirnlose Gequatsche von verschiedenen Lobbyistenverbänden ( Sicherheitsrisiko im Straßenverkehr , mehr Umweltbelastungen, zu groß und zu schwer für Straßen und Brücken ) geht mir schon lange auf die Nerven.

In einer forsa – Umfrage im Auftrag der “Allianz pro Schiene” gaben 73% der Bundesbürger an, dass Sie gegen die Zulassung derartiger, bis zu 60 Tonnen schwerer und 25,25 Meter langer Lkw sind.
Interessant dabei ist aber, dass 45% der Befragten vorher noch nie etwas von “Riesen-Lkw” in Deutschland gehört haben.
Welchen Sinn hat dann solch eine Umfrage?

Jeder hat die Möglichkeit, sich sachkundig zu machen. Ich habe auch im Internet “gegoogelt” und recherchiert, dazu viel gelesen (sowohl pro, als auch contra).

Viele sind dazu aber einfach zu faul oder nicht in der Lage, sich mit diesem Thema auseinander zu setzten. Es ist halt einfacher, irgendwelche Thesen nachzuplappern…


1. Kritiker behaupten, dass Kreuzungen und Kreisverkehre umgebaut werden müßten, da diese durchweg nicht für Gigaliner dimensioniert sind. Desweiteren müßten Rastplätze ausgebaut werden.

Ist es aber in Wirklichkeit nicht so, dass Gigaliner nur für bestimmte Relationen vorgesehen sind, d.h., nur auf bestimmten (festen) Strecken fahren sollen?

2. Kritiker behaupten, dass Gigaliner den Verschleiß der Straßen beschleunigen und die Reparaturkosten in die Höhe treiben werden.

Ist es aber nicht so, dass die effektive Belastung der Straße nicht zu, sondern eher abnimmt?

Grund dafür ist, dass die Achslast, also das Gewicht das je Achse auf der Straße lastet, bei einem 60-Tonnen-LKW geringer ist, als bei einem herkömmlichen 40-Tonnen-LKW. Diese Reduzierung der Achslast beim Gigaliner wird durch eine Verteilung des Gesamtgewichts auf mehr Achsen erreicht. Von heute 9–10 Tonnen Achslast reduziert sich die Achslast beim Gigaliner auf 7,5–8,5 Tonnen.

Gigaliner

3. Kritiker behaupten, dass das Unfallrisiko nicht beherrschbar ist.

Ist es aber nicht so, dass diese Gefahr durch Abstands-Elektronik und zusätzliche automatische Bremssysteme deutlich verringert werden kann?

Weiterhin liegt die Gesamtbremskraft durch eine größere Achs- und Radanzahl selbst bei 60-Tonnern erheblich über der von herkömmlichen 40-Tonnern mit lediglich fünf Achsen.

So müssen je Achse nicht 8 Tonnen, sondern bei 60 Tonnen Gesamtgewicht und neun Achsen lediglich 6,67 Tonnen, bei 44 Tonnen Gesamt gar nur 4,89 Tonnen verzögert werden.
Durch den Einsatz von Zwillingsbereifung an nicht lenkenden Achsen könnte die Auflagefläche noch erheblich gesteigert werden, so dass noch höhere Bremskräfte übertragen werden können und sich die Radlast gegenüber herkömmlichen Lastzügen noch weiter verringert.

4. Kritiker behaupten, dass allein die Länge Gigaliner zu einem rollenden Verkehrshindernis macht.

Ist es nicht so, dass bereits schon heute überlange Gelenkbusse z.B. in Hamburg unterwegs sind, die im Stadtverkehr nur geringe Probleme haben.

5. Kritiker behaupten, dass Gigaliner zu längeren Überholvorgängen führen.

Ist es aber nicht so, dass ein Überholvorgang eines Gigaliners bei einer Geschwindigkeitsdifferenz von 20 km/h maximal 1,5 Sekunden länger dauert, als bei herkömmlichen Lkw?

6. Kritiker schreiben, dass Leitplanken lediglich für Fahrzeuge bis 38 Tonnen ausgelegt sind.

Ist es dann nicht so, dass ein Gigaliner weder besser noch schlechter als ein herkömmlicher 40 – Tonnen – Lkw ist?

7. Kritiker behaupten, dass derzeit in Deutschland an den Autobahnraststätten mehrere Tausend LKW-Stellplätze fehlen. Weiterhin fragen Sie, wo da noch die Riesen-LKW hin sollen?

Ist es nicht so, dass in den nächsten Jahren mehrere zehntausend neue Lkw – Stellplätze gebaut werden? Da ist es doch einfach, gleich vorsorglich Parkplätze für 25,25-Meter-Kombinationen einzuplanen.

135 Tonnen geladen zu “Die Wahrheit über Lang-Lkw”

  1. 1
    meuselontour meint:

    Also ich muß jetzt auch mal “meinen Senf” dazugeben.
    Ich finde diese ganze Diskussion über die Lang-LKW irgendwo immer wieder etwas kontrovers.
    Ich persönlich fahre fast ausschließlich für die deutsche Automobilindustrie.
    Die Automobilwerke liegen fast immer sehr günstig an der Autobahn und die Zulieferbetriebe (mit einigen Außnahmen) auch.
    Ich habe fast immer um die 100 kubikmeter geladen und dabei eine maximale Auslastung von ca. 10 bis 11 Tonnen. In solchen Fällen finde ich den Einsatz von Lang-LKW sehr sinnvoll, da damit wirklich mit zwei Fahrten die Ware von drei LKW transportiert werden kann.
    @Peter Pan, ein Überholvorgang darf nur dann vollzogen werden, wenn der Überholende mindestens 8 km/h schneller ist bzw. der Überholvorgang nach mindestens 45 Sekunden beendet ist.
    Alles andere ist strafbar und kann sehr teuer werden. Ein Kollege von mir hat mal 450,00 € bezahlt, weil er sechs Sekunden zu lang überholt hat. Dummerweise in einer Abstandsmeßstrecke, wo es genau ausgerechnet werden konnte.
    Aber es lungern genug Zivilstreifen an der Autobahn herum, die das auch beobachten können.
    Also als Fazit, ich finde die Einführung von Lang-LKW sinnvoll, wenn sie auf schnellstem Weg von der Autobahn zum Produzenten oder Verbraucher können, ohne lange auf Bundes- und Landstraßen fahren müssen.

  2. 2
    Politischandersdenkender meint:

    Braucht man für den Gigaliner eigentlich einen Spezielen Führerschein oder reich der normale LKW Führerschein? Normaler Weise müsste das ausreichen alles andere wäre Geldmacherei.

  3. 3
    Joachim meint:

    “Experte” Harry Weinlos meint also, dass nur die Bauindistrie den Eisenbahngüterverkehr nutzt. Und was wird im KV gefahren? Zement, Steine? Ansonsten kann ich nur die Studie von Kessel + Partner empfehlen.

  4. 4
    Hannes meint:

    @102: Den braucht man nicht, aber man muss bestimmte Vorraussetzungen erfüllen. So z. B. Null Punkte in Flensburg und eine genaue und gründliche Einweisung.

  5. 5
    Joghurt meint:

    Das Abwägen aller Argumente für und wieder, um daraus eine Entscheidung zu finden ist wirklich extrem schwer. Deshalb macht ein praxisnaher Feldversuch für mich durchaus Sinn. Unser aller Verhalten sowie sämtliche externen Einflüsse verändern sich mit der Zeit und weitere Anpassungen werden notwendig sein. Was heute gut ist, kann morgen schon falsch sein. Eine Zusage zum Gigaliner könnte auch wieder weggenommen werden, oder umgekehrt.
    Ich selbst habe Gigaliner in Finnland hautnah auf Landstrassen erlebt. Ich war nicht darauf vorbereitet und habe regelmäßig Angst als Verkehrsteilnehmer bekommen. Was da auf einen zurollt ist wirklich GIGA.
    Fazit: Wir brauchen LKW, wir brauchen die Bahn, wir brauchen PKW. Lasst uns alle gemeinsam vernünftig und tolerant miteinander umgehen. Naja, das ist genau das Schwierige.
    Meines Erachtens sollten wir darauf achten unsere Umwelt nicht zu zerstören und gleichzeitig Arbeitsplätze sichern, anstatt durch ‘größer weiter schneller höher’ Maßnahmen abzubauen.

  6. 6
    LKW Modelle meint:

    Hi Lkw-Freunde

    Ich glaube nicht, dass es soweit kommt, alleine wenn man denkt, wie kaputt unsere Straßen schon sind, dann glaube ich nicht dass man solche Monster auf die Straße lässt! Aber gut, ich finde die Giogaliner ja schon imposant, da knickt jeder 12 Tonner ein 😉

  7. 7
    S. Lutz meint:

    Das liegt aber an den Schlipsträgern, welche zu wenig Logisches und Praktisches Denkvermögen besitzen, um zu begreiffen, dass 60t auf 9-10 Achsen eine geringere Belastung darstellt, als 40t auf 5 Achsen, also 1/3 mehr Gewicht auf Doppelt so viele Achsen verteilt.

  8. 8
    selber Trucker meint:

    Tja, und heute ist es Wahrheit geworden!!:-)
    Das einzige, was mich wirklich nervt, ist daß man einfach den Praxistest mal laufen lassen sollte, bevor irgendwelche schwachsinnigen Halbwahrheiten, Theorien und Fantasien verbreitet werden! In anderen Ländern fahren die gleichen oder ähnlichen Lkw´s doch schon seit Jahren! Man beliefert ja nicht das Tschibogeschäft in der Fußgängerzone!! Typisch deutsch, erstmla alles gleich tot diskutieren…

  9. 9
    Onkel Mario meint:

    Jetzt muss ich doch auch mal meinen Senf dazu geben. Als erstes,ja auch ich fahre LKW bin aber gegen den Giga. Das er wirtschaftlicher und strassenschonender unterwegs ist als der normale 40 Tonner dürfte klar sein und deshalb verstehe ich die Beiträge mancher ,, Experten” hier nicht. Auch der Traum von der Bahn wird wohl ein Traum bleiben. Was mich an dem Teil stört ist daß mit diesen Teilen 2 Fahrer die Arbeit machen die sonst 3 Fahrer tun. Dadurch besteht die Möglichkeit das es weniger Stellen für unsereinen geben wird und die Unternehmen versuchen werden die Löhne zu drücken für eine Arbeit welche heute schon nicht sehr gut bezahlt ist.

  10. 10
    Philipp meint:

    Hallo zusammen.
    @ LKW Fahrer: In ganz Eurpoa werden LKW Fahrer gesucht. Der Gigaliner ist kein versuch Fahrer ein zu sparen. Gehälter werden damit nicht gedrückt, da ein Gigaliner eine höhere Verantwortung mitbringt.
    @ Bahnverfechter: Mehr Ware auf die Schine ist eine gute Idee. Aber auf welche Schiene? Das Schienennetz in Deutschland ist an seiner Kapazitätsgrenze. Es geht nicht darum der Bahn was weg zu nehmen, sondern darum das steigende Transportvolumen zu händeln.
    @ Umweldfreunde: Der Gigaliner ist ökologisch sinnvoller als ein normaler LKW. Hierbei wird mit 2 Gigaliner das Transportvolumen von 3 LKW befördert. Es werden also 2 statt 3 Motoren befeuert. Also eine etwa 30 % geringere Umweltbelastung. Die Achslast ist im Artikel richtig beschrieben.(Zur Info die Bahn nicht mit Luft und Liebe sondern mit in Kraftwerken produziertem Strom)
    @ Verkehrslobbyisten: Ein Gigaliner ist länger als ein Normaler LKW. Aber wann hat mann schon mal einen einzelnen LKW überholt? Wenn ich mehrere LKW überhole ist das auf der Autobahn egal ob der 18,75m (Hängerzug), 16,5m (Sattelzug) oder 25,25m (Gigaliner) lag ist.

    Zur Info an alle: Der Gigaliner hat ein Gesamtgewicht 40 max. 40 Tonnen und ist damit nicht schwerer als ein Normaler LKW. Der Vorteil liegt in der besseren Volumenauslastung.

  11. 11
    BaWü Truck meint:

    Lang LKW, dieser Test ist nichts anderes, als durch die Hintertür, die 60 t ZGGW einzuführen. Dem Fahrer nützt dieses Fahrzeug gar nichts, im Gegenteil, Mehrarbeit bei gleichem sittenwidrigen Lohn bzw Schmerzensgeld, durch die Länge ,Probleme im Verkehr, bei der Parkplatzsuche um die Pausen bzw. Nachtruhezeit einzuhalten.
    Die Befürworter der Lang LKW, ist die Transportbranche, denn die kann mehr Güter befördern zum selben Dumpingpreis und die Fahrzeughersteller wittern mehr Umsatz.

  12. 12
    Horst meint:

    Giga-Liner, da wird sich so eine Kampagne wie auf Facebook http://www.marketingfish.de/all/facebook-kampagne-komm-zeig-mir-deinen-truck-5917/ ja richtig lohnen. Viel Projektionsfläche für individuelle Gestaltungsmöglichkeiten. Aber was das für den Verkehr bedeutet? Und wie kommen die Riesen-Teile mit dem Kreisverkehr-Wahn zurecht, der allenthalben grassiert?

  13. 13
    Michael Thöne meint:

    Ich bin kein Trucker, fahre ca 100.000km im Jahr in Deutschland Frankreich und Benelux.
    Mit meinem Dodge RAM Pickup . Dadurch fahre ich immer im Baustellenbereich hinter den LKWs her. Kein Problem für mich.
    Bisher habe ich in Deutschland noch keinen dieser längeren LKWs gesehe.In den Niederlanden, wo ichwohne und wo ich viel von Nord nach Süd fahre, begegne ich häufig diesen überlangen Zügen, die es in vielen Variationen gibt.
    Bisher habe ich noch nie Probleme damit gehabt. Ich überhole lieber einen dieser imposanten Fahrzeuge, als zwei dicht hintereinander herfahrende normale Züge, von denen ich immer annehmen muss dass einer jederzeit zum Überholen ansetzt.
    Ich habe bisher noch von keinen Problemen in Holland gehört, beidem ein solcher Zug involviert war. Warum können diese Zügen in den Liederlanden, mit teilweise viel kleineren Strassen ohne Probleme fahren.
    Warum halten dort die Strassen und die Brücken diese angeblichen Monster aus?.
    Ich Wünsche mir mehr Tolleranz auf der Strasse.

  14. 14
    V 480 Truck meint:

    Neue Sklaven braucht das Land!!
    Fahrermangel auch bei Lang LKW
    Lang LKW, dieser Test ist nichts anderes, als durch die Hintertür, die 60 t ZGGW einzuführen. Dem Fahrer nützt dieses Fahrzeug gar nichts, im Gegenteil, Mehrarbeit bei gleichem sittenwidrigen Lohn bzw Schmerzensgeld, durch die Länge ,Probleme im Verkehr, bei der Parkplatzsuche um die Pausen bzw. Nachtruhezeit einzuhalten.
    Die Befürworter der Lang LKW, ist die Transportbranche, denn die kann mehr Güter befördern zum selben Dumpingpreis und die Fahrzeughersteller wittern mehr Umsatz.

  15. 16
    Die Wahrheit über Gigaliner | Roadsolutions Portal für Trucker meint:

    [MARKED AS SPAM BY ANTISPAM BEE | Server IP]
    […] ist vom Verband der Automobilindustrie (VDA) zur IAA 2006 erfunden worden. weiterlesen… http://truckonline.de/blog/tipps/die-wahrheit-uber-gigaliner/ Categories: Trucker post | Leave a comment 8. Oktober 2012 ← Grüne fordern […]

  16. 17
    Franz Meersdonk meint:

    Ich denke, dass sich die Fahrer von Gigalinern eher über höhere Gehälter freuen dürfen. Und angesichts des Fahrermangels müßten, um das sich jährlich um 10.000 Kraftfahrer reduzierende Arbeitskräfte-Angebot aufzufangen, also pro Jahr 30.000 40t durch 60t Gigaliner ersetzt werden. Wenn ich mich nicht verechnet haben 😉

  17. 18
    TaxiIngo meint:

    Die Giga Liner haben doch auch nur 40 t onnen zGgew

  18. 19
    Thom meint:

    Deutschland zu klein für Gigaliner?
    Schaut über die Schranken. Ik Holland (bekanntlich ja noch etwas kleiner und dichter besiedelt als Deutschland ist das Experiment Gigaliner umgesetzt worden in permanente Erlaubnis weil:
    1. Es die Umwelt schont (2 statt 3 Lkw bei gleiche Fracht)
    2. Die Verkehrsaufkommen verringert (wieder2 statt 3)
    3. Es keinen einzigen Unfall gab seit Anfang des Experiments vor zig Jahren der nachweislich auf die grössere Fahrzeuglänge zurück zu ist.

    Zum Fahren von Gigaliner gibt es strengere Anforderungen als für 40 (oder in Holland 50) tonner.

    Die einzige gut informierte Gegner sind die Bahnen (die dafür richtig sch%ss haben), den rest wird bewust von der Presse, Politik und Verbände falsch informiert.
    Thom

  19. 20
    BaWue Truck meint:

    Lang LKW oder Gigaliner
    LKW Fahrer Billiger wie Dreck
    System beruht auf Ausbeutung

    Nämlich zu nichts anderem als einem „Race to the bottom“, das eine Spirale der kontinuierlichen Verschlechterung des Lebensstandards in Gang setzt. Eine Spirale, die, wie der Fall der bulgarischen oder rumänischen Lkw-Fahrer zeigt, geradewegs in die Verelendung führen kann.

    Die ETF-Demonstranten haben am Montag deutlich gemacht, dass sich ihre Proteste nicht gegen die osteuropäischen Kollegen richten: Diese sind in der Tat die Opfer und nicht die Täter in diesem kriminellen Ausbeutungssystem.

    Wie ETF-Generalsekretär Eduardo Chagas am Montag erklärte, verschlechtert sich die Lage in diesem Sektor zusehends. Und zwar nicht, weil es in Europa keine Regeln gäbe, sondern ganz einfach weil deren Einhaltung nur höchst unzureichend überwacht wird: Überladene Laster und übermüdete Fahrer gehören deshalb auf Europas Straßen zum Alltag.

    Schlimmer noch: Die systematische Missachtung der Sicherheitsbestimmungen und die rücksichtslose Ausbeutung der Fahrer sind geradezu das Fundament eines Systems, das garantieren soll, dass der Gütertransport über die Straße billig wie Dreck bleibt.

    Nun mögen niedrige Transportkosten ja auf den ersten Blick als eine wunderbare Sache für Konsum und Konjunktur erscheinen.

    Doch darf man nie aus den Augen verlieren, welchen realen Preis die Allgemeinheit dafür zahlt: Armeen von miserabel bezahlten Fahrern, gigantische Kosten, die durch Unfälle verursacht werden, sowie die vom alltäglichen Wahnsinn auf unseren Straßen verursachten ökologischen Zerstörungen sind die direkten Konsequenzen einer liberalen Transportpolitik, in der die Profite grundsätzlich über das Wohl der Menschen gestellt werden.

  20. 21
    Andy meint:

    Nun wurde auf der A4 ein Gigaliner gestoppt ,der 32 Jährige Fahrer hatte seine zulassung für Gigaliner nicht dabei hatte und vorher einen Transporte und LKW überholt und hatte eine geschwindigkeit mit 95km drauf. Sein vergehen war ,überholverbot mit 15km zu schnell auf der Autobahn. Wenn das die Zukunft sein soll , dann gute Nacht.

  21. 22
    MartinUr meint:

    Gigaliner können bald gar nicht mehr überholt werden?
    Habe gelesen, dass die Gigaliner in Zukunft 80 km/h (statt 60 km/H) auf der Landstraße fahren sollen. Dann kann man die Dinger ja gar nicht mehr überholen!? Mit bis man da mit max. 20 km/h mehr an so einem Rießenteil vorbeigefahren ist. Ich finde es sowieso bedenklich, dass diese großen Dinger die Landstraßen überfluten! Hier gibts einen interessanten Artikel dazu hier

  22. 23
    Andreas meint:

    Mal abgesehen davon, dass in der Diskussion über die Erhöhung der Geschwindigkeit auf 80 km/h die Frage der Lang-LKW aka “Gigaliner” faktisch keine Rolle spielt: Wenn LKW künftig mit 80 km/h statt mit 60 km/h über Landstraßen fahren dürfen – und wir sprechen hier nicht über einspurige, kurvenreiche Holperpisten – reduziert sich die Notwendigkeit, diese zu überholen, da sie weniger den Verkehrsfluss der vermeindlich schnelleren PKW behindern. Dass Fahrer langsamer bzw. beschleunigungsschwacher PKW andere Überholbedingungen haben, gilt ja nicht erst für 25-Meter-LKW, sondern bereits für 18-Meter-LKW. Was das Überholen generell angeht, sollten die Vorschriften der StVO hinreichend verständlich sein.

  23. 24
    maik meint:

    @MartinUr: Wo hast Du das gelesen? Diese Quelle würde mich wirklich interessieren!
    Der Landesvorsitzende der “Freien Wähler Hessen” Walter Öhlenschläger ist gegen eine Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h für Lkw auf Landstrassen. Wohlgemerkt von “normalen” Lkw, nicht von Lang-Lkw.

    Eine Anhebung der Geschwindigkeit von Lang-Lkw steht überhaupt nicht zur Diskussion.

    Im übrigen ist die Argumentation des Herrn Öhlenschläger nicht nachvollziehbar >>> siehe Kommentar 122 von Andreas.

  24. 25
    basti meint:

    @Lkw-Modelle
    ja ok.aber warum sind die strassen kaputt? Weil die Bundesregierung die maut benutzt um andere haushsltsloecher zu stopfen. Und weil über jahre hin weg die infrastruktur Strasse einfach vernachleassigt und immer nur geflickt wurde.

  25. 26
    S. Lutz meint:

    Ich weiss gar nicht, was hier alle für probleme mit Kreiseln und der gleichen haben. Gelenkte Auflieger alla Cityliner, sorgen dafür, dass der auflieger schön aussen rum fährt, anstatt die Kurve zu schneiden, genau das gleiche bei Schwertransport Tiefgängern, nur etwas aufwendiger realisiert. Solche Auflieger fühlen sich an wie Solowagen. Und da ein Gigaliner aus, Sattelschlepper + Zentralachsanhänger, oder aus Solowagen + Auflieger mit Dolly Achse besteht, sollte es, bei letzterer Kombination, möglich sein, mit einem gelenkten Auflieger an der Dollyachse möglich sein, die kombination ungefähr so wendig wie ein Standartanhängerzug zu gestalten. Und der kommt jetzt wirklich bei jedem Kreisel rum. Zu mindest um die, welche man auch als Kreisel bezeichnen kann, also nicht diese Blumentöpfe auf der Kreuzung, um welche man schon mit einem PKW ins schwitzen kommt. Und ich weiss von was ich spreche, denn ich bin selbst ein Fahrer, und hatte alle Teilfahrzeuge aus welchen Gigaliner zusammengestellt werden plus, oben erwähnte Tiefgänger/Cityliner schon unterm Hintern, nur so um die Expertenfrage zu klären.

  26. 27
    Leasing meint:

    In Australien fahren Sie auch mit mehr als 40 Tonnen über den Highway und die Strassen sind ok. In der Schweiz mit weniger als 40 Tonnen und die Strassen sind auch nicht besser.

  27. 28
    peter meint:

    Würde gerne einen Gigaliner aus der Nähe inspizieren.
    Sind heisse Teile…

  28. 29
    Jens Mueller meint:

    Hab nur 1.Kritikpunkt:Die Auslastung der Gigas mit Gardine ist nicht so hoch wie bsw.bei Kofferbruecken.Fuerchte das Projekt verkommt zur reinen Prestigefarce.

  29. 30
    karsten meint:

    also unsere Auto Transporter sind schon mal unerlaubter weise bis zu 24,5 Meter lang…

    nur mal so…

  30. 31
    Manuela meint:

    Da kann man dem Autor in vielen Punkten nur zustimmen. Ein solcher Truck muss ja nicht durch jede kleine Straße fahren, man wird sie wohl nur dort zum Einsatz bringen, wo sie auch hinkommen. Nicht anders sieht das bei einem Transport von übergroßen Gütern aus. Da muss die Strecke ebenfalls vor dem Antritt der Fahrt genau ausgewählt werden, um Brücken etc zu vermeiden. Wird der Einsatz dieser Monstertrucks nicht auch dazu führen, dass andere alte unrentable Dreckschleudern aus dem Verkehr gezogen werden? Dazu dürfte eine Kostenkalkulation reichlich Aufschluss geben. Anstatt 3 Wagen mit 3 Fahrern nur einer mit einem. Dazu die Abnutzung. Warum sollte ein langes Auto ein Verkehrshindernis sein? Auf deutschen Straßen wird sowieso zu viel gerast. Die damit verbundenen Folgen sind allseits bekannt. Etwas mehr Gemächlichkeit auch im Straßenverkehr würde vielen gut tun. Ziemlich fadenscheinige Behauptungen der Kritiker, die sich einfach widerlegen lassen.

  31. 32
    Big Boy meint:

    Zum Beitrag Nr. 118:
    Ich denke, der Blick nach Holland ist fraglich, denn nicht die Bevölkerungsdichte sondern die Verkehrsdichte ist relevant.
    Bei dem täglichen Wahnsinn auf unseren Straßen habe ich ehrlich Respekt vor dem Können der meisten Trucker.
    Doch alles hat seine Grenzen.
    Können (Fahrer) und Ausrüstung (LKW) werden wahnwitzige Verkehrspolitik nicht ausgleichen.
    Dazu kommt die gigantische Unzahl von PKW-Fahrern, über die wohl niemals bekannt wird, wie sie jemals legal zu einem Führerschein gekommen sind.
    Raserei und Verkehrsrüpelei, alles schön in Kamikaze-Manier und dann noch Giga-Trucks …. das heißt: Sauerstoff in die Flamme blasen.
    Finger weg !!
    Allen eine gute Fahrt.

  32. 33
    Tuxer meint:

    zu 60 …..3Eus Maut pro km ?was glaubst du eigentlich,wer das bezahlt,die Spedition ? oder am Ende der Kunde ?ja ja ..denken ist nicht jedermanns Sache!

  33. 34
    mareike meint:

    Hallo Ihr Alle ! Ich wollt nur mal sagen das man bei diesen Thema nie auf eine Meinung kommen wird denn jeder hält an seiner Meinung fest.
    Ich fahre selber LKW und ich muss am Tag zum teil drei mal die selbe strecke fahren mit meinem Sattelzug, wenn für diese strecke ein Gigaliner frei gegeben wäre bin ich der Meinung würde ich die Straße endlasten stad zu belasten da ich die selbe menge bei nur zwei mal hin und her bekäme.
    LG und all zeit gute fahrt an alle aber besonders an die LKW Fahrer die jeden Tag für euch alle hinterm Steuer sitzen

    PS: an die PKW Fahrer eine bitte wenn ihr einen LKW überholt! schert nicht so dicht vor ihm wieder ein und vor allem bremst dann nicht sofort ab nur weil eure ausfahrt kommt…

  34. 35
    udo meint:

    Hallo,
    – nix gegen langsam fahrende LKW auf Landstraßen und Alleen (wer muss hier schon überholen)
    – nix gegen sogenannte “Elefantenrennen” auf Autobahnen und Kraftstraßen
    – nix gegen übervolle Rastplätze Nachts auf Autobahnen
    – nix gegen alles muss von überall nach überall transportiert werden
    – nix gegen LKW die dieserledigen
    – nix gegen die Mega/Giga und sonstigen Liner die das dann erledigen sollen,

    aber mal ehrlich hat die Bahn da nicht eigendlich vorteile? Wären die Straßen nicht etwas leerer wenn mehr über die Bahn ginge.

    Aber auch die bahn ist ja keine Alternative, nicht überall erreichbar, immer mehr Rückbau.

    Immer mehr Menschen sind erstmal gegen was neues. Erstmal daegensein und motzen. Der neue volkssport, und wenn es sein muss erstmal mit einer Bürgerinitiative.

    Aber wehe meine Wurst, mein Bier, mein Brot, mein Obst sind nicht pünktlich im Geschäft.

    Wer will schon wirklich vorher sagen ob die Megadinger positiv oder negativ sind. Je nach Standpunkt und auftraggeber fallen auch die sogenannten gutachten aus.

    Die Erfahrung wird es wohl zeigen

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